Hygieneampel für Gaststätten

Mit einer Hygieneampel sollten Gaststätten hinsichtlich ihrer Sauberkeit einheitlich gekennzeichnet werden. Dieser verbraucherfreundliche Plan für mehr Transparenz der Hygiene in gastronomischen Einrichtungen ist nun vorerst gescheitert.

Hygieneampel für Gaststätten

Hygieneampel für Gaststätten

Die Hygieneampel war als bundeseinheitliche Kennzeichnung für Gaststätten vorgesehen. Damit wollten die Verbraucherminister der Bundesländer mehr Transparenz im Interesse des Verbraucherschutzes bieten. Die einheitliche Hygieneampel hätte sofort jeden Gaststättenbesucher deutlich gemacht, wie es um die Sauberkeit und Ordnung im jeweiligen Gastronomiebetrieb aussieht. Rot, Gelb und Grün sind aussagekräftige Farben für eine Hygieneampel.

Doch in der zuständigen Arbeitsgruppe konnte man sich nicht über eine einheitliche Kennzeichnung einigen. Insbesondere die Vertreter der Wirtschaftsministerien halten die Hygieneampel für kein geeignetes Mittel des Verbraucherschutzes. Die vorgeschlagenen Regelungen seien zu bürokratisch und zu teuer für die Gastronomiebetriebe.

Nun droht ein Flickenteppich von Auszeichnungsregeln für Gaststätten, eine einheitliche Kennzeichnung mittels Hygieneampel wird es in Deutschland vorerst nicht geben. Bisher sind die Ergebnisse der Ordnungs- und Gesundheitsämter zur Hygiene der Gastronomie den Verbrauchern nicht bekannt. Eine einheitliche Kennzeichnung mit einer für jeden nachvollziehbaren Hygieneampel hätte deutlich die Motivation der Gastronomie erhöhen können, ihre Kunden mit besserer Sauberkeit und Ordnung zu überzeugen. Vorbild für die Hygieneampel ist Dänemark, wo ein System von Smileys den Verbrauchern aufzeigt, wie gut oder schlecht die Kontrollergebnisse der Gesundheitsbehörden sind.

Noch bestehen Chancen auf eine Einigung über die Hygieneampel im September. Doch dazu müssen die betroffenen Landesminister auf eine einheitliche Linie finden.

Bildnachweis: © Maria.P. – Fotolia.com

Deutschland

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