Immer mehr atypische Arbeitszeiten

Arbeiten dann, wenn andere Feierabend haben. Atypische Arbeitszeiten liegen nach 18 Uhr und am Wochenende. Nach Aussagen der Bundesregierung nehmen atypische Arbeitszeiten zu. Doch nur die linke Opposition fordert Maßnahmen gegen die Zunahme atypischer Arbeitszeiten.

Immer mehr atypische Arbeitszeiten

Immer mehr atypische Arbeitszeiten

Wie die Süddeutsche berichtete, hatte die Linke im Bundestag eine Anfrage zur Zunahme atypischer Arbeitszeiten gestellt und jetzt eine Antwort erhalten: Inzwischen arbeitet jeder vierte Beschäftigte auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten, am späten Abend oder am Wochenende. Dies sind mehrere Millionen Beschäftigte mehr, als noch vor 10 Jahren, die von einem normalen Arbeitstag nur noch träumen können.

Atypische Arbeitszeiten finden sich vor allen bei sozialen Berufen, im Gesundheitswesen, beim Verkaufspersonal und in Dienstleistungsbereichen (wie hier im Foto am Flughafen). Mit den atypischen Arbeitszeiten sind bestimmte gesundheitliche Risiken verbunden: Bedingt durch den Stress steigen die Krankschreibungen wegen psychischer Überbelastung oder aus anderen Gründen an; auch soziale Kontakte leiden, wenn immer mehr Menschen außerhalb der normalen Arbeitszeiten im Einsatz sind und darüber hinaus viele Überstunden leisten müssen. Die Linke fordert daher Verordnungen nach dem Arbeitsschutzgesetz, um dafür zu sorgen, dass Stress durch atypische Arbeitsbelastungen eingedämmt wird. Das Arbeitsministerium äußert sich zurückhaltender, allerdings wird bestätigt, dass zunehmende Kontrollen mehr Verstöße gegen Arbeitsschutzgesetze in den vergangenen Jahren aufgezeigt hätten.

Bildnachweis: © Picture-Factory – Fotolia.com

Deutschland

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