Kompromiss bei Solarförderung in Sicht

Der Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag berät heute über die geplante Kürzung der Solarförderung. Diese Kürzung wird wohl nicht so deutlich ausfallen, wie von der Bundesregierung gewünscht. Gleichzeitig soll ein Ende der Solarförderung konkret aufgezeigt werden.

Kompromiss bei Solarförderung in Sicht

Kompromiss bei Solarförderung in Sicht

Die Solarförderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist ein in Deutschland sehr erfolgreiches Modell, um Hausbesitzer zu motivieren, Strom mit Solarenergie zu erzeugen. Die Hausbesitzer erhalten über Jahrzehnte eine festgelegte Einspeisevergütung für den selbst erzeugten Strom, der z.B. durch eine neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach produziert wird. Diese Art der Solarförderung war so erfolgreich, dass viele Hausbesitzer die Gunst der Stunde nutzten, um sich langfristig die Einspeisevergütung zu sichern. Deshalb wollte die Bundesregierung die Förderung der Solarenergie deutlich absenken. Allerdings konnte die Bundesregierung bisher nicht die Mehrheit des Bundesrates von den Kürzungen bei der Solarenergie überzeugen.

Experten wie der brandenburgische Wirtschaftsminister Christoffers gehen davon aus, dass es heute zu einem Kompromiss bei der Solarförderung kommt, der die Einspeisevergütung für Hausbesitzer, die erst in nächster Zukunft in die Produktion von Solarenergie einsteigen wollen, absichert.

Langfristig soll die Solarförderung allerdings auslaufen. Es ist in der Diskussion ab einer bestimmten Gesamtleistung der Solaranlagen keine Förderung mehr zu gewähren. Dies wird aber erst in weiterer Zukunft erwartet, denn gegenwärtig ist erst etwa zu die Hälfte dieser Gesamtleistung erreicht. Kurz- bis mittelfristig würde dies aber bedeuten, dass der gegenwärtige Boom beim Bau von Solaranlagen anhalten könnte. Denn trotz der leichten Absenkung der Einspeisevergütung ist es immer noch interessant, langfristig auf die private Stromproduktion zu setzen. Schließlich kann man sich seinen Zuschuss je Kilowattstunde auf Jahrzehnte absichern.

Bildnachweis: © Simon Kraus – Fotolia.com

Deutschland

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