Mehr extreme Wetterlagen auch für Deutschland

Nach dem Hurrikan Sandy und dem extremen Unwetter in den USA warnen auch deutsche Experten vor der Zunahme extremer Wetterlagen in Deutschland. Durch Ausbau eines Warnsystems soll Deutschland besser vor extremen Wetterlagen geschützt werden.

Mehr extreme Wetterlagen auch für Deutschland

Mehr extreme Wetterlagen auch für Deutschland

Extremwetterlagen sind Wetterzustände, die sehr stark vom durchschnittlichen Wetter abweichen. Wenn Niederschlagsmengen an einzelnen Tagen das Fünffache des Durchschnitts erreichen, dann kann das erhebliche Schadenswirkungen nach sich ziehen. So kann ein kleiner Bach über die Ufer treten und plötzlich ganze Stadtteile überfluten. Bekannt sind Extremwetterlagen auch durch Hochwässer an großen Flüssen, die als Jahrhunderthochwasser inzwischen alle zehn Jahre zu beobachten sind.

Welche weitgehenden Folgen extreme Wetterlagen für die Menschen haben können, sieht man gegenwärtig am Hurrikan Sandy, der vor der amerikanischen Atlantikküste für Chaos sorgt. U-Bahn-Schächte werden geflutet, Verkehrssysteme werden eingestellt und große Gebiete müssen evakuiert werden. Auch hierzulande können solche Extremwetterlagen zuschlagen. Eine Konferenz von deutschen Experten von Extremwetterlagen hat sich jetzt dazu geäußert und fordert eine Verbesserung des Warnsystems vor Extremwetter auch in Deutschland.

Die Zunahme von Extremwetterlagen sei auch für Deutschland feststellbar. Häufiger als früher kämen technische Hilfswerke zum Einsatz und es sei zu beobachten, dass bestimmte kritische Wetterlagen stärkere Ausprägungen annehmen könnten. Die zuständigen Behörden seien allerdings auf Extremwetterlagen gegenwärtig noch nicht besonders gut vorbereitet. Neben dem Ausbau der Warnsysteme sollten auch europaweite Übungen die Zusammenarbeit der regionalen und überregionalen Behörden bei Extremwetter verbessern. Es seien aber auch einfache und kleinen Maßnahmen zu fördern, bei denen die Hausbesitzer und Kommunen etwas gegen starke Regengüsse unternehmen könnten. Das Begrünen von Dächern kann ablaufende Wassermengen deutlich kontinuierlicher in die öffentliche Kanalisation fließen lassen. Hitzebeständiger Straßenbelag muss nicht so oft erneuert werden und spart hohe Folgekosten, die bisher noch nicht in den Vergabekriterien für öffentliche Aufträge ausreichende Berücksichtigung fänden.

Es bleibt abzuwarten, ob die Extremwetterlagen in den USA auch hierzulande ein stärkeres Nachdenken auslösen. Für den amerikanischen Wahlkampf hat das Extremwetter an der Ostküste bereits jetzt messbare Auswirkungen insofern die Wiederwahlaussichten des Amtsinhabers verbessert wurden. Das Wetter insbesondere das Extremwetter ist ein politischer Faktor.

Bildnachweis: © Brian Jackson – Fotolia.com

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