Nahrungsmittelpreise fördern Inflation

Die Inflation steigt moderat in Deutschland und im Euroraum. Förderung bekommt die Inflationsrate gegenwärtig durch Lebensmittelpreise. Nahrungsmittel sind im Jahresvergleich deutlich teurer.

Nahrungsmittelpreise fördern Inflation

Nahrungsmittelpreise fördern Inflation

Relevante Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln sind dafür überwiegend verantwortlich, dass die Inflation in Deutschland moderat anzieht, wie die neuste Untersuchung des Statistischen Bundesamtes zeigt. Zwar liegt die Inflationsrate in Deutschland noch knapp unter 2 Prozent, diese könnte aber noch niedriger sein, wenn nicht die Verteuerung der Lebensmittel dem entgegen wirken würde. Im letzten Monat mussten die Verbraucher vor allem bei den Lebensmitteln tiefer in die Tasche greifen. Insbesondere so populäre Produkte wie Butter und Kartoffeln sind gegenwärtig recht teuer. Aber auch bei anderen Lebensmitteln liegt die Preissteigerung deutlich über dem Durchschnitt. Hierzu zählen neben Molkereiprodukten und Gemüsen auch Tabakwaren und die üblichen Preistreiber aus dem Energiemarkt.

Die monatliche Preissteigerungsrate im Vergleich zum Vorjahr ist aber nur ein sehr kurzfristig relevanter Faktor bei der Bewertung der Inflation. Insgesamt spüren die Verbraucher im Euroraum gegenwärtig kaum etwas von der Inflation, obwohl diese ein starkes Medienthema ist. Starke Preissteigerungen bei Energieprodukten und bevorzugten Lebensmitteln fallen sehr stark auf, aber viele Verbraucher haben einen sehr umfangreichen Warenkorb bevorzugter Einkäufe, bei dem diese politisch relevanten Preissteigerungen eingeebnet werden. Die Inflationsrate scheint auch im gesamten Euroraum niedrig zu sein, obwohl angesichts der freizügigen Geldmarktpolitik der Europäischen Zentralbank viele langfristig skeptisch bleiben. Die Diskussion um die Zukunft des Euros wird weiter für Unsicherheit sorgen, auch wenn die Inflation im Euroraum gegenwärtig nicht auffällig ist.

Bildnachweis: © berc – Fotolia.com

Deutschland

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