Neue Personalausweis-Funktionen finden keine Akzeptanz

Es ist kaum zwei Jahre her, da gab es einen Run auf die alten Personalausweise. Denn der neue Personalausweis sprengte alle bisherigen Gebühren und hatte Datennutzungsfunktionen, deren Vorteil kaum einer verstehen konnte. Nun zeigt sich auch nach zwei Jahren, dass diese neuen Personalausweis-Funktionen ohne Akzeptanz bleiben.

Neue Personalausweis-Funktionen finden keine Akzeptanz

Neue Personalausweis-Funktionen finden keine Akzeptanz

Ich hatte mir noch schnell einen neuen alten Personalausweis besorgt, als dessen Verlängerungsmöglichkeit ablief. Lange Schlangen bei den Kommunalverwaltungen waren überall zu beobachten, denn die Bürger wollten Geld sparen und mit den neuen komplizierten Datenfunktionen des neuen Personalausweises nichts zu tun haben. Nun zeigt eine Studie der IT-Beratungsfirma CSC zum neuen Personalausweis, dass die Akzeptanz des neuen Personalausweises immer noch sehr niedrig ist. Denn die neuen digitalen Möglichkeiten des neuen Personalausweises werden kaum genutzt und sind meist völlig unbekannt. Zwar wurden 17,5 Millionen neue Personalausweise ausgestellt und vom Bürger für Geld erworben, doch nicht einmal jeder dritte hat die neuen Funktionen freigeschaltet. Warum auch? Es gibt kaum Möglichkeiten diese zu nutzen und bevor dies möglich ist, muss man sich umständlich in neue Verfahrensweisen einarbeiten. Es ist also davon auszugehen, dass von den 5 Millionen Personalausweisen, die über die neuen Funktionen verfügen, bisher nur recht wenige diese Funktionen wenigstens einmal angewendet haben. Es sollen tatsächlich erst 129 Unternehmen oder Behörden über die Möglichkeit verfügen, Daten aus dem neuen Personalausweis auslesen zu können.

Der neue Personalausweis hat also noch einen langen Weg vor sich, um zu einer echten Nutzung der elektronischen Möglichkeiten zu kommen. Möglicherweise ist der Weg auch zu lang und man findet in den nächsten Jahrzehnten noch bessere Varianten, um sich rechtssicher und datenschutzkonform gegenüber Computersystemen zu legitimieren.

Bildnachweis: Bundesministerium des Innern/Name des Fotografen

 

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