Ökostromumlage wie geplant angehoben

Die Ökostromumlage ist von jedem Verbraucher-Privathaushalt zu zahlen, damit der Ökostrom auf Basis von erneuerbaren Energien ausgebaut werden kann. Nun wird die Ökostromumlage auf mehr als 5 Cent je Kilowattstunde angehoben, was vielen Verbrauchern nicht gefallen kann. Denn nicht jeder Verbraucher muss die Ökostromumlage zahlen.

Ökostromumlage wie geplant angehoben
Ökostromumlage wie geplant angehoben

Bereits im Vorfeld der Erhöhung der Ökostromumlage hatte es heftige Kritik an deren starken Steigerungen in den letzten Jahren gegeben. Nicht alle Verbraucher müssen die Ökostromumlage in gleicher Weise bezahlen. Aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit profitieren insbesondere Unternehmen mit hohem Stromverbrauch vom einen günstigeren Strompreis, entsprechend müssen die Verbraucher-Privathaushalte mehr für ihren Strom ausgeben.

Ob und wie sich die Erhöhung der Ökostromumlage auf das Budget für Energie eines normalen Haushaltes auswirkt bleibt abzuwarten. Der Endverbraucher kann durch zurückhaltenden Stromverbrauch und Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter erheblich seine Kosten begrenzen. Schätzungen gehen davon aus, dass es bei Haushalten mit durchschnittlichem Stromverbrauch ohne Veränderung der Verbrauchsgewohnheiten und ohne Veränderung des Stromanbieters zu Mehrkosten im Bereich von fünf Euro im Monat kommen kann.

Die starke Erhöhung der Ökostromumlage ist eigentlich ein Erfolg der Politik, denn viele Hausbesitzer und Landwirte konnten in den letzten Jahren für die Solarstrom-Produktion gewonnen werden. Dies war nur möglich, weil man diesen neuen Stromproduzenten gute und sicherere Vergütungen für ihren Strom bot; der Erfolg dieser Strategie zeigt sich jetzt darin, dass nun mehr Geld für die Ökostromumlage beschafft werden muss.

Doch die Begeisterung bei der konservativ liberalen Bundesregierung ob dieses Ökostromerfolgs hält sich in Grenzen. Schließlich ist der Ausbau der Solarenergie während der Rot-Grünen Vorgängerregierung eingeleitet worden. Umstritten bleibt in der Politik, wie mit den Steuern und Umlagen auf Strom umzugehen ist. Eine Senkung der Stromsteuer wird von der FDP gefordert, die linken Parteien denken eher über gezielte Unterstützung der Haushalte nach, die es schwer haben, eine höhere Stromrechnung zu bezahlen.

Aber vielleicht hilft auch ein Blick auf andere Energiepreise weiter, wenn man die Ökostromumlage bewerten möchte. Die nicht erneuerbaren Energieträger Öl und Gas steigen rasant im Preis an und werden immer knapper. Da kann ein forcierter Aufbau erneuerbarer Energieträger nicht schaden, selbst wenn man diesen forcierten Aufbau nicht zum Nulltarif bekommen kann.

Bildnachweis: © Wolfgang Karg – Fotolia.com

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