Ost-Produkte werden auch von Ost-Verbrauchern seltener gewünscht

Direkt nach der Wiedervereinigung waren Ost-Produkte (wie Spreewalder Gurken oder Würste aus Eberswalde) der Renner, auch im Westen. Im Osten blieben viele Verbraucher ihren bekannten Ost-Marken treu, auch wenn sie ergänzend auch die neuen West-Marken gerne nutzten. Nun mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung ist auch Beliebtheit der Ost-Marken im Rückgang, sowohl im Osten wie im Westen.

Ost-Produkte werden auch von Ost-Verbrauchern seltener gewünscht
Ost-Produkte werden auch von Ost-Verbrauchern seltener gewünscht

Nach der Wiedervereinigung die Wirtschaft des Ostens in den Keller. Viele Ostler mussten gen Westen aufbrechen, um ihre Familien zu ernähren. Mit im Kofferraum des alten Trabbi waren oft noch Ost-Waren, die man gerne den neuen Kollegen im Westen vorstellte. Damals nach der Wiedervereinigung gab es eine regelrechte Ostalgie mit Ost-Marken.

Davon ist auch im Osten kaum noch etwas zu verspüren, wie jüngst das Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung aus Erfurt meldete. Die Zielgruppe für Ost-Marken wurde im Laufe der letzten Jahrzehnte deutlich reduziert und wird immer älter. Es findet eine schleichende Erosion statt. Es gibt nur wenige Marken aus dem Osten im Bereich von Sekt, Bier und Waschmittel, die langfristig eine gute gesamtdeutsche Lebenserwartung haben. Grund für diesen Schwund der Akzeptanz bei Ost-Produkten ist der Generationswechsel. Jüngere Käufer haben keinen Bezug mehr zum heimischen Markengefühl der DDR.

Die Ost-Produkte in den Regalen der Kaufhäuser haben aber noch eine Chance, wenn sie stärker mit ihrem regionalen Bezug punkten können. Es ist allgemein bekannt, dass die Käufer es für wichtig halten, dass ihre Lebensmittel eine regionale Verankerung aufweisen. Dies steigert die Akzeptanz der Produkte, denn man kann dann davon ausgehen, dass sie nicht lange transportiert wurden, bevor sie ins Regal gekommen sind. Als Ost-Produkte mit gesamtdeutschem Auftritt haben die Marken aus dem Osten also keine so gute Überlebensperspektive. Als Produkte mit deutlich regionaler Ausrichtung bestehen aber noch Verwertungschancen.

Bildnachweis: © bellan – Fotolia.com

7 Antworten auf „Ost-Produkte werden auch von Ost-Verbrauchern seltener gewünscht“

  1. Nice post. I study something more challenging on different blogs everyday. It’s going to all the time be stimulating to read content from other writers and apply just a little something from their store. I抎 desire to use some with the content material on my weblog whether you don抰 mind. Natually I抣l provide you with a link on your web blog. Thanks for sharing.

  2. The subsequent time I read a weblog, I hope that it doesnt disappoint me as much as this one. I imply, I do know it was my option to learn, however I truly thought youd have one thing interesting to say. All I hear is a bunch of whining about one thing that you might fix in the event you werent too busy in search of attention.

  3. I discovered your weblog site on google and test a number of of your early posts. Continue to keep up the very good operate. I just additional up your RSS feed to my MSN News Reader. Looking for ahead to reading more from you later on!?

  4. The following time I read a weblog, I hope that it doesnt disappoint me as much as this one. I imply, I know it was my choice to learn, but I really thought youd have something interesting to say. All I hear is a bunch of whining about one thing that you would fix if you werent too busy searching for attention.

  5. An attention-grabbing discussion is worth comment. I believe that you need to write extra on this topic, it might not be a taboo topic however generally persons are not sufficient to talk on such topics. To the next. Cheers

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.