Radverkehrsplan: Fahrradfahren soll attraktiver werden

Fahrradfahren soll in Deutschland attraktiver werden. Der Radverkehrsplan des Bundesverkehrsministers geht in den nächsten 8 Jahren von einem deutlichen Wachstum des Radverkehrs aus. Deutlich mehr Wege als bisher soll man dann mit dem Fahrrad zurücklegen.

Radverkehrsplan: Fahrradfahren soll attraktiver werden

Radverkehrsplan: Fahrradfahren soll attraktiver werden

Der Radverkehrsplan des Bundesverkehrsministeriums ist ambitioniert. Doch es ist unklar, ob die Infrastruktur ausreichend ist, um diesen massiven Ausbau des Fahrradfahrens angemessen abzusichern. Die Deutschen würden gerne mehr Fahrrad fahren. Das zeigt sich an hohen Verkaufsraten für gute Fahrräder; auch technisch aufwendige Produkte wie E-Bikes werden gerne genommen, weil man mit dem Fahrrad mehr Flexibilität bei kurzen Wegen zur Arbeit oder in der Freizeit erreichen möchte.

Diesen Trend zum Fahrradfahren möchte der Bundesverkehrsminister mit seinem Radverkehrsplan unterstützen. Bisher wird jeder zehnte notwendige Verkehrsweg mit dem Fahrrad zurückgelegt. Dabei wird das Potential des Fahrrads nicht ausgeschöpft, denn viele der notwendigen Wege sind kurz: unter 10 KM. Und solche kurzen Wege kann man effektiver mit dem Fahrrad zurücklegen, weil man meist schneller am Ziel ist, als mit dem Auto oder öffentlichen Nahverkehrsmitteln. Ein Ziel des nationalen Radverkehrsplans für Deutschland ist es, die Quote der Wege mit dem Fahrrad deutlich zu steigern. Dies soll sowohl auf dem Lande wie in den Städten gleichermaßen erfolgen.

Bereits ohne den neuen Radverkehrsplan hat sich die Fahrradnutzung in Deutschland deutlich erhöht. Es gibt Städte, die ihren Fahrradverkehr verdoppeln konnten. Damit leisten sie etwas für die Entlastung des Verkehrs und tun gleichzeitig etwas für die Umwelt, denn Fahrradfahren hat die beste Umweltbilanz. Doch nicht in allen Regionen ist Fahrradfahren erfolgreich. Es gibt insbesondere im ländlichen Bereich noch Nachholbedarf. Deshalb möchte der Bundesverkehrsminister hier einen Schwerpunkt für künftige Investitionen gesetzt sehen. Radwegeausbau an Bundesstraßen könnte auch in ländlichen Regionen die Bereitschaft steigern, mehr Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen des neuen Radverkehrsplans ausreichen, die Attraktivität des Fahrradverkehrs in Deutschland zu verbessern. Insbesondere beim Ausbau von sicheren Fahrradwegen gibt es noch viel Nachholbedarf, der durch Investition zu fördern wäre. Im Vergleich zu Nachbarländern wie Holland hat Deutschland noch viel Potential, um das Fahrrad stärker als Verkehrsmittel zu nutzen.

Bildnachweis: © Warren Goldswain – Fotolia.com

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