Strompreis-Rabatte bei geringem Einkommen

Die Energiewende, die Unterstützung nachhaltiger Stromproduktion, hat auch zu deutlichen Kostensteigerungen beim Strom geführt, der zur Belastung für viele Verbraucher mit geringem Einkommen werden kann. Deshalb gibt es jetzt vielfältige Forderungen im politischen Raum, die Stromkosten für diese Verbraucher günstiger zu gestalten.

Strompreis-Rabatte bei geringem Einkommen
Strompreis-Rabatte bei geringem Einkommen

So fordert der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion in einem Strategiepapier „bezahlbare Energie“ die Schaffung eines Förderprogramms, damit diese Haushalte energiesparende Haushaltsgeräte anschaffen können und so weniger Kosten für Strom aufwenden müssen. Dieses Konzept hätte zugleich eine konjunkturstabilisierende Funktion. Langfristige Ziel der Energiepolitik soll die Versorgungssicherheit sein, zugleich soll aber Strom für die normalen Verbraucher bezahlbar bleiben.

Für einen direkten Strompreis-Rabatt für Geringverdiener tritt Aribert Peters für den Bund der Energieverbraucher ein. So sollen der Grundbezug an Strom pro Jahr (beispielsweise 500 Kilowattstunden) kostenlos oder kostengünstig allen Verbrauchern geliefert werden. Bei einem normalen Strombezug wären dann in etwa die gleichen Kosten wie bisher zu bezahlen. Dies geht natürlich nur, wenn man den Strom, der über den Grundbezug liegt, etwas teurer abgibt als bisher. Wer sich hingegen auf einen niedrigen Stromverbrauch einlässt, der könnte erheblich an Geld gegenüber seiner bisherigen Stromrechnung einsparen. Eine kostenlose oder kostengünstige Lieferung der Grundversorgung sorgt also für eine hohe Motivation beim Stromsparen.

Brisant wird die Diskussion um Strompreis-Senkungen für Geringverdiener durch die zu erwartende Preisentwicklung bei den Energieprodukten in den kommenden Monaten und Jahren. Wegen der Verbesserung der Infrastruktur und wegen der allgemeinen Weltmarkentwicklung auf dem Energiesektor ist mit erheblichen Preissteigerungen zu rechnen. Diese hohen Preise für Strom und andere Energieträger belasten insbesondere die privaten Haushalte, die am Ende der Einkommensskale stehen.

Bildnachweis: © Joachim B. Albers – Fotolia.com

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