Verbraucher-Insolvenzen in Deutschland rückläufig

Schon über 10 Jahre gibt es für die Verbraucher die Möglichkeit des Insolvenz-Verfahrens, bei der sie ihre Schulden loswerden können, wenn sie hoffungslos überschuldet sind. Nun meldet die Wirtschaftsauskunftei Creditreform, dass im laufenden Jahr die Zahl der Verbraucher-Insolvenzen in Deutschland rückläufig ist. Insgesamt ist aber die Zahl der Privat-Insolvenzen immer noch sehr hoch.

Man könne davon ausgehen, dass sich die Konjunkturlage in Deutschland positiv auf die Zahl der Verbraucher-Insolvenzen ausgewirkt habe. Dies zeige sich auch daran, dass zeitgleich die Zahl der Insolvenzen bei Unternehmen zurückgegangen sei. Diese liege gegenwärtig bei etwa 30.000 Unternehmen pro Jahr. Bei den Insolvenzen von Verbrauchern sei ein Rückgang von 6,1 Prozent festzustellen. Allerdings liege die Zahl mit über 100.000 Verbraucher-Insolvenzen pro Jahr in Deutschland im langjährigen Vergleich immer noch sehr hoch. Seit Beginn des neuen Verfahrens der Verbraucher-Insolvenz hätten mehr als 800.000 Verbraucher von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht bzw. Gebrauch machen müssen.

Was das Verfahren der Privat- oder Verbraucherinsolvenz ausmacht, wird durch folgendes Video von GeldundHaushaltTV hinreichend deutlich. Verbraucher, die völlig überschuldet sind, sollten die hier gemachten Ratschläge prüfen und die aufgezeigten Beratungsmöglichkeiten nutzen, um mit ihren Problemen bei den Schulden aufzuräumen.

Interessant ist die Einschätzung, dass die gute Konjunktur-Entwicklung für den temporären Rückgang der Verbraucher-Insolvenzen verantwortlich sei. Diese ist aber gegenwärtig im Abwind und daher muss für das nächste Jahr wieder mit einer kritischen Zuspitzung gerechnet werden. Gegenwärtig sind aber die Verbraucher noch optimistisch und bereiten sich auf das Weihnachtsfest vor. Angesichts der Diskussionen um die Geldwertstabilität kann eigentlich damit gerechnet werden, dass die Kauflaune in den nächsten Wochen noch steigen wird.

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