Zehn-Punkte-Plan zum Pferdefleisch-Skandal

Während sich der Pferdefleisch-Skandal auch weit in Europa ausbreitet, haben sich die Verbraucherschutzminister aus Bund und Länder über einen Zehn-Punkte-Plan gegen die Falschdeklarierung von Lebensmitteln verständigt. Es bleibt abzuwarten, ob mit dem Zehn-Punkte-Plan nach dem Pferdefleisch-Skandal zukünftige Lebensmittel-Skandale vermieden werden können.

Zehn-Punkte-Plan zum Pferdefleisch-Skandal

Zehn-Punkte-Plan zum Pferdefleisch-Skandal

Zunehmend häufiger kann Pferdefleisch in Rindfleisch-Produkten nachgewiesen werden. Obwohl bisher unklar ist, ob dies zu gesundheitlichen Problemen führen kann, ist die Verbraucherpolitik im Wahljahr 2013 aufgeschreckt. Die Vorkommnisse um falsch deklariertes Fleisch hat die Verbraucherminister in Deutschland motiviert, einen Zehn-Punkte-Plan zur Verbesserung der Lebensmitteldeklaration zu formulieren. Man will in Zukunft besser feststellen können, wann eine Umdeklarierung von Lebensmitteln stattfindet und schneller und intensiver mit Sanktionen operieren.

Die Verbraucherminister aus den Ländern wollen sich besonders den Eigenkontrollsystemen der Lebensmittelunternehmen widmen. Durch schärfe Sanktionen soll schneller agiert werden, damit die Motivation abnimmt, mit falsch deklarierten Lebensmitteln viel Profit zu erwirtschaften. Die bisher üblichen Geldbußen von bis zu 50.000 Euro hätten keine ausreichende abschreckende Wirkung. Die Möglichkeit von Gefängnisstrafen bei Falschdeklaration von Lebensmitteln hatte bisher eher nur theoretische Bedeutung.

Verbraucherschützer wie Gerd Billen halten den Zehn-Punkte-Plan zur besseren Lebensmittelkontrolle nicht für ausreichend. Der Zehn-Punkte-Plan, der nach dem Pferdefleisch-Skandal aus Gründen der Medienwirkung auf die Schnelle konzipiert wurde, sei kein Aktionsplan, der tatsächlich auf Wirkung bei der Lebensmittelkontrolle ausgerichtet sei. Der Pferdefleisch-Skandal habe deutlich gemacht, dass nur mehr Geld für die Lebensmittelkontrolle für eine häufigere Prüfungsdichte sorgen könne. Auch andere Kritiker gehen davon aus, dass mehrere Lebensmittel-Skandale pro Jahr der Regelfall in Deutschland bleiben wird.

Bildnachweis: © chany167 – Fotolia.com

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