Aktien als Geldanlage in der Euro-Krise?

Gegenwärtig sind die Anleger verunsichert und wissen nicht so recht, welche Geldanlagemöglichkeit sie bei der Diskussion um den Euro haben. Ausländische Anleihen im Euroraum gelten als riskant, besonders wenn sie hochverzinslich sind. Manche Experte empfehlen daher den Kauf von Aktien, um die Geldanlage auf Sachwerte aufzubauen.

Sachwert ist der zentrale Begriff, wenn es um Geldanlagemöglichkeiten geht, die krisensicher gegen Inflation sein sollen. Als ein solcher Sachwert wird die Aktie eingeschätzt, denn hinter einer Aktie steht ein Unternehmen, das seinerseits über viele Sachwerte verfügen kann. Folgendes Video einer österreichischen Sparkasse zeigt grundlegend auf, wie man die Aktie als Geldanlageform funktioniert:

Aus dem Video wird aber auch deutlich, dass Aktien ein anderes Risikopotential haben, als Festgeldanlagen. Der Gewinn des Unternehmens, das Aktien herausgegeben hat, kann schwanken und es ist sogar denkbar, dass das Unternehmen in Insolvenz gerät, womit alle Werte verloren wären. Anderseits kann ein breit aufgestelltes Unternehmen mit gutem Geschäftsmodell als Zukunftsinvestition angesehen werden, mit dem man sich vom Risiko anderer Geldanlagen absetzen kann.

Auch nach einer Krise, die durch hohe Inflationsraten gekennzeichnet ist, werden erfolgreiche Unternehmen weiter bestehen und ihren Anlegern den Wert sichern. Dies ist genauso wie bei guten Immobilien, die auch nach einer Wirtschaftkrise noch interessant für Mieter sind. Denn wohnen muss man immer und Unternehmen benötigen Geschäftsräume, um ihre Tätigkeiten am Markt zu sichern.

Es ist aber nicht zu übersehen, dass nur ein Teil der Anlage in Aktien als Sachwerte einzuschätzen ist. Denn die meisten Unternehmen werden über ihr Geschäftsmodell bewertet und hierfür müssen Einschätzungen über dessen Zukunftsfähigkeit gegeben werden. Und solche Einschätzungen entsprechen oft keinen direkten materiellen Werten.

Wer also jetzt angesichts der Eurokrise sein Anlageverhalten verändert, ist gut beraten, wenn er mit einer differenzierten Strategie agiert. Dies bedeutet, dass er nicht alles auf eine Karte setzt. Ein Teil der Geldanlage sollte bei festverzinslichen Papieren oder in Tagesgeldkonten verbleiben. Hier legt man bei Banken im europäischen Raum sehr gut, denn diese sind bis 100.000 Euro gut abgesichert, selbst wenn das Geldanlageinstitut in Insolvenz gerät. Ein weiterer Teil des Geldes kann in Aktien angelegt werden. Dabei ist auch diese Anlage zu streuen. Aktien aus dem In- und Ausland, aus dem Euro- und aus anderen Wirtschaftsräumen sollten berücksichtigt werden.

Finanzen

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