Aktien-Markt zeigt Unruhe trotz positiver Gewinnprognosen

Der gegenwärtige Aktien-Markt ist für die Anleger ein starker Stressfaktor. Denn die Kurse gehen in Folge der Sorge um die Geldwertstabilität und die Euro-Krise in den Keller, obwohl die Börsen-Zeitung aufgezeigt hat, die Rendite-Erwartungen von vielen Unternehmen bisher kaum von der Krise tangiert sind. Langfristig orientierte Anleger, die schon jetzt stark im Aktien-Markt investiert sind, könnten anderen Einschätzungen nach also die gegenwärtigen Stressfaktoren ignorieren. Neueinsteiger im Aktien-Markt könnten gezielt günstige Einstiegspreise nutzen, wenn sie die Einschätzung gewinnen, dass die langfristigen Erfolgsaussichten des jeweiligen Unternehmens nicht schlecht sind.

Die Überlegungen der Börsen-Zeitung zum Aktien-Markt sind vergleichsweise einfach nachzuvollziehen. Man vergleicht die Kursrückgänge der letzten Monate mit den Gewinnrückgängen, die in den letzten Monaten festgestellt oder angekündigt wurden. So kommt man bei den führenden DAX-Werten auf einen Gewinn-Rückgang von deutlich unter 10 Prozent, während die Aktienkurse fast 30 Prozent eingebüßt haben.

Auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis von vielen führenden Aktienwerten ist günstig bis billig. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis gibt einen Aufschluss darüber, wie renditestark ein Unternehmen ist. Gemeinhin gelten Kurs-Gewinn-Verhältnisse von unter 10 als sehr geeignet für Einstiegskurse. Allerdings muss man aufpassen, dass man sich auf das zukünftige Kurs-Gewinn-Verhältnis im Aktien-Markt bezieht. Doch die Zukunft ist ungewiss.

Manche Anleger am Aktien-Markt greifen deshalb auf die Dividenden-Rendite zurück, um den Wert ihrer Aktien-Anlagen zu bestimmen. Diese Dividenden-Rendite wird gerne mit dem aktuellen Zinssatz für langfristige Geldanlagen in sicheren Festzinspapieren verglichen. Da schneiden viele führende Aktien-Titel recht günstig ab, denn die Zinsen sind nach wie vor im Keller und angesichts steigender Inflationsraten lohnt sich faktisch kaum noch eine Zinsanlage, die nicht sehr spekulativ ist. Und vor spekulativen Anlagen wollen die meisten Anleger im Moment die Finger lassen.

Die Börsen-Zeitung hält sich aber bei einer Gesamtbewertung zurück, während finanzweglog.de die Unruhe der Märkte betont. Für die USA sind immer die Quartalsberichte relevant und für Anfang Oktober rechnet man hier mit Gewinnwarnungen. Dies bedeutet für Aktien-Anlagen eine genaue Beobachtung von potentiellen Kaufpapieren. Allerdings sollte man sein Investment am Aktien-Markt sehr langfristig sehen und gezielt in Unternehmen investieren, die auch gut für neue Märkte aufgestellt sind. Krise hin oder her, auch langfristig wird man kaum darum herumkommen, dass Unternehmen investieren und sich entwickeln, wenn für viele Menschen Arbeitsplätze und Warenversorgung gesichert sein sollen.

Finanzen

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