Anlage in Fremdwährungen: Chancen und Risiken

Angesicht der gegenwärtigen Diskussion um den Euro überlegen viele Anleger, ob sie nicht Teile ihres Vermögens in einer Fremdwährung anlegen sollten. Bei dieser Entscheidung sind viele Faktoren zu beachten. Zum einen sind auch die Fremdwährungen nicht ohne Risiko, zum anderen gelten für Fremdwährungen andere Rahmenbedingungen hinsichtlich Zinsen und Inflationsrisiko.

Der Euro gilt vielen schon als überholt; früher oder später müssten wieder die alten Währungen wie DM oder Drachme eingeführt werden. Viele fürchten hohe Wertverluste, insbesondere wenn sie ein hohes Geldvermögen in Euro haben. Besitzer von Immobilien oder Aktien bekommen zwar ihre Werte auch in Euro angezeigt, doch bei diesen Sachwerten ist das Risiko anders zu bestimmen.

Doch wenn man seine Euros in Fremdwährungen umtauscht, dann hat man zunächst das Risiko der kontoführenden Bank zu berücksichtigen. Für Auslandsbanken gelten andere Ausfallsicherheitsregeln, als für im Euroraum tätige Banken. Man kann aber auch hierzulande Fremdwährungskonten (beispielsweise in Dollar, Franken oder Pfund) führen lassen. Aber dann hat man das Währungsrisiko zu beachten.

Der Euro mag zwar gegenwärtig ein schlechtes Image haben, aber das Image von vielen Fremdwährungen ist auch nicht besser. So wird der amerikanische Dollar als sehr riskant eingeschätzt. Eigentlich hat er immer noch den Nimbus der Weltwährung, doch wenn das mal vorbei sein sollte, dann sind hier erhebliche Kursverluste zu erwarten. Schweizer Franken und britisches Pfund sind hingegen Währungen, die aufgrund ihres Images schon sehr teuer geworden sind. Das erkennt man sofort, wenn man im jeweiligen Land mal auf Urlaub sein sollte und hier die Preise vergleichen kann. Auch hier muss also mittel- bis langfristig mit Kursverlusten rechnen.

Weiterhin ist zu beachten, dass das Fremdwährungskonto andere Zinsen zahlt als im Euroraum üblich, weil auch die Inflationsrate im Fremdwährungsraum eine andere ist. Mit hohen Zinsen kann man aber das Währungsrisiko etwas reduzieren.

Fremde Währungen in begrenzter Menge können aber gleichwohl ein gutes Mittel der Risikostreuung sein. Man kann dies auch einfach umsetzen, wenn man Aktien oder andere Anlageformen hierzulande erwirbt, die aber überwiegend an Börsen mit Fremdwährung gehandelt werden.

Finanzen

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