Finanzagentur des Bundes droht mit Kündigung

Die Finanzagentur des Bundes ist beliebt bei Anlegern, denn dort kann man seine Bundeswertpapiere kostenlos verwalten lassen. Doch nun haben einige langjährige Anleger eine Kündigungsdrohung der Finanzagentur des Bundes bekommen. Der Grund ist ziemlich simpel: Die Finanzagentur möchte von diesen Kunden einen Identitätsnachweis haben, doch bisher hatten diese Kunden keine Lust oder keine Zeit diesen Identitätsnachweis zu erbringen. Wer von diesen Kunden also weiter von den günstigen Konditionen der Finanzagentur des Bundes profitieren will, der sollte jetzt ein Verfahren zum Identitätsnachweis umsetzen.

Bundeswertpapiere können zwar kaum durch besondere gute Renditen überzeugen, doch das hält viele Anleger nicht davon ab, besonders in Zeiten der Finanzkrise hier kräftig zu investieren. Sie glauben tatsächlich an solche Werbespots wie der folgende:

Wenn schon kaum Rendite, dann doch wenigstens eine kostengünstige Verwaltung der Papiere; mit diesen Argument lassen sich viele Anleger ihre Bundeswertpapiere über die Finanzagentur des Bundes verwalten. Erstaunlich ist, dass den politisch Verantwortlichen vor einiger Zeit aufgefallen ist, dass die Identität der jeweiligen Geldanleger nicht hinreichend bekannt zu sein scheint. Dies erstaunt, denn man kann kein Bankkonto in Deutschland eröffnen, wenn man nicht durch Personalausweis oder durch sonstige Nachweise seine Identität gegenüber der Bank belegen kann. Und nur über eine Bank kann man ein Depot bei der Finanzagentur des Bundes auffüllen lassen.

Der oben verlinkte Artikel des Magazins Wiso vom ZDF nennt als Gründe für die Kündigungsandrohung durch die Finanzagentur des Bundes: Grund sei das neue Geldwäschegesetz. Daraus folge, dass jeder Depotinhaber bei der Bundesfinanzagentur mit beglaubigter Kopie des Personalausweises seine Identität nachzuweisen habe. Wer dies weiter versäumt, der muss ab Anfang Februar mit einer Kündigung des Depots rechnen. Damit verliert er dann viele Handlungsmöglichkeiten, insb. kann er keine neuen Bundespapiere mehr in das Depot einbringen.

Wer also sein Bundeswertpapierdepot mit aller Flexibilität behalten will, der sollte jetzt mit einer Kopie seines Personalausweises zu seiner Kommunalverwaltung (Stadtverwaltung, Kreisverwaltung) gehen und sich dort diese Kopie bestätigen lassen. Und die bestätigte Kopie ist dann schnell der Bundesfinanzagentur vorzulegen, was nicht einfach wird, da viele Kunden offensichtlich erst auf den letzten Drücker aktiv werden wollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.