Finanzmarktwächter: Verbraucherschützer wollen Finanzprodukte prüfen

Finanzprodukte sind spätestens in der letzten Finanzkrise in die Kritik geraten. Es geht um geringe Transparenz und versteckte Provisionen, wenn Finanzprodukte ein schlechtes Image haben. Deshalb wurden vielfältige Initiativen gestartet, um mittels Beipackzettel die Finanzprodukte besser zu durchschauen. Nun starten die Verbraucherzentralen mit dem Finanzmarktwächter einen neuen bundesweiten Versuch, Finanzprodukte kritisch unter die Lupe zu nehmen.

Die Initiative Finanzmarktwächter der Verbraucherzentralen soll zeigen, dass die bisherige Marktobachtung bei Finanzprodukten im Sinne der Verbraucher verstärkt werden muss. Denn der Finanzmarkt ist für viele Verbraucher zu unübersichtlich. Egal ob es um Gesundheit, Altersvorsorge oder berufliche Entwicklung geht, oft werden Finanzprodukte hier eingesetzt, um Risiken zu mindern. Aber auch die Chance auf höhere Renditen spielt in Vertragsverhandlungen eine wichtige Rolle und es fällt vielen nicht einfach, hier ein angemessenes Chance-Risikopotential zu nutzen. Fehlberatungen aufgrund unzureichender Informationen könnten die Folge sein.

Die Verbraucherinitiativen bitten die Kunden um Unterstützung, wenn sie die umfangreichen Regelungen bei verschiedenen Finanzprodukten umfassend erfassen und auswerten wollen. Folgende Problemfelder sollen systematisch in den nächsten Monaten angegangen werden:

Cash-Online weist ergänzend darauf hin, dass die Verbraucherzentralen einen Musterprozess planen, um die Provisionen bei Finanzprodukten sichtbar zu machen. Man wolle auch die Initiative Finanzmarktwächter nutzen, um auf die staatliche Finanzaufsicht im Verbraucherinteresse einzuwirken.

Finanzen

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