Gutscheine gelten nicht ewig

Jetzt nach den Weihnachtstagen blicken viele Verbraucher nicht nur mit Freude auf die geschenkten Artikel. Gerne wird umgetauscht und man bekommt oft nur Gutscheine als Kompensation. Viele Verbraucher sind auch von vorne herein nur mit Gutscheinen beschenkt worden. Seine Gutscheine sollte man aber nicht in die Schublade legen, sondern genau beachten, wie lange sie denn gültig sind.

Viele Gutscheine gelten nur für eine gewisse Zeit und der Ablauftermin ist auf dem Gutschein aufgedruckt. Aber auch Gutscheine, die keinen solchen Termin haben, sind nicht ewig gültig. Relevant ist in diesem Zusammenhang der sehr kurze Paragraph 195 des Bürgerlichen Gesetzbuches: „Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre.“ Diese Verjährung wird auch auf die üblichen Gutscheine angewandt, denn diese gelten meist als sogenannte Inhaberpapiere. Jeder Inhaber des Gutscheins kann diesen einlösen, wenn der aufgedruckte Fälligkeitstermin nicht überschritten oder die dreijährige Verjährungsfrist nicht abgelaufen ist. Üblicherweise beginnt diese Verjährungsfrist aber erst am dem Ausstellungs- bzw. Aushändigungstermin folgenden Jahresanfang. Wer also in 2010 seinen Gutschein erhalten hat, sollte diesen bis spätestens 31.12.2013 beansprucht haben.

Ein Gutschein muss übrigens nicht auf einmal eingelöst werden. Kann man mit dem Gutschein einfach aufteilbare Ware (Bücher, CDs) kaufen, dann kann man ihn auch an mehreren Terminen nutzen. Reicht der Restbetrag des Gutscheins nicht für den letzten Kauf aus, dann muss man den Differenzbetrag bar bezahlen. Viele Verkäufer sehen diese Stückelung natürlich sehr kritisch, denn sie ziehen erheblichen Verwaltungsaufwand nach sich. Deshalb sind sie möglicherweise bereit, einen kleineren Restbetrag bar auszuzahlen. Allerdings hat man darauf keinen Anspruch, denn ein Gutschein ist nun einmal kein Bargeld.

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