Höhere Zinsen im Euroraum erwartet

Seit ein paar Monaten sind steigende Verbraucherpreise im Euroraum zu beobachten. Gleichzeitig wird die Reputation von einigen Ländern der Eurozone als kritisch eingeschätzt. Dies sind aber nur zwei von vielen Gründen, die bald für einen Zinsanstieg im Euroraum sprechen.

Verbraucher, die langfristige Kredite planen und ebenfalls mit einem Zinsanstieg rechnen, sollten sich jetzt um die Absicherung der Finanzierung bemühen. Auf der Website von mittelstandcafe.de werden in diesem Zusammenhang Forward-Darlehen empfohlen, mit denen man den gegenwärtig noch niedrigen Zinssatz sich sichern kann, auch wenn einen Baufinanzierung nicht unmittelbar ansteht.

Anleger, die gegenwärtig noch nicht wissen, wie sie eine Geldanlage längerfristig umsetzen sollen, sind bei gleicher Einschätzung gut beraten, wenn sie Geld auf einen Tagesgeldkonto parken und später in eine mittelfristige Anlage bei gut bewerteten Schuldnern einsteigen.

Ähnliche Überlegungen hat jetzt auch die Postbank zur Zinsentwicklung angestellt. So könne festgestellt werden, dass die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen seit einen Jahr angestiegen ist. Weiterhin sei festzustellen, dass die Inflationsrate mit 2,4 Prozent deutlich die Preisstabilität in Frage stellt. Früher oder später könnte die europäische Zentralbank mit einer Erhöhung des Leitzinses reagieren, um hier eine Dämpfung zu erreichen.

Üblicherweise wirke eine Änderung bei den Leitzinsen sich früher oder später auf den langfristigen Kapitalmarktzins aus, ein Punkt der für Investitionen im Baubereich sehr wichtig ist. Normalerweise steigen die Baumarktzinsen schon im Vorfeld von Leitzinsänderungen an. Die Postbank geht aber nicht von abrupten Steigerungen aus, denn die europäische Notenbank hat bisher sehr vorsichtig und zurückhaltend bei Zinsänderungen reagiert.

Allerdings sollte man es sich gut überlegen, jetzt bei einer Geldanlage in Zinspapiere sich allzu langfristig zu binden. Bleibt die Inflationsrate weiter so hoch und läuft auch der Wachstumsprozess in der Eurozone so gut weiter wie in den letzten Monaten, dann sind auch bald im mittelfristigen Anlagebereich deutlich höhere Zinsen zu erwarten. Flexibel bleibt man hier nur mit Tagesgeld, auch wenn dieses gegenwärtig sehr niedrige Renditen erbringt.

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