Mikrokredite der EU für Existenzgründung

Mikrokredite sind kleine Kredite, die man für eine Existenzgründung oft nur schwer zu bekommen kann, weil die Kreditinstitute auf solche Finanzierungsmodelle nicht ausgerichtet sind. Entweder bekommt man den Mikrokredit, weil man eine persönliche Sicherheit bieten kann – oder für größere Projekte der Existenzgründung werden Kredite, die deutlich den Rahmen eines Mikrokredits überschreiten, als umfangreiche Risikokapital-Finanzierung geplant.

Dabei brauchen viele für ihre geplante Existenzgründung nur einen kleinen Mikrokredit, können aber zu wenig persönliche Bonität der finanzierenden Bank bieten, z.B. weil die Existenzgründung aus der Langzeitarbeitslosigkeit erfolgt. Über eine Möglichkeit an Mikrokredite für eine Existenzgründung (Unternehmensfinanzierung) zu kommen, hatte ich bereits vor längerem berichtet: Hier werden die Mikrokredite über Mikrofinanzierer beschafft, die das Risiko der Finanzierung der Existenzgründung über viele Projekte streuen.

Nun möchte die EU ebenfalls durch Mikrokredite die Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit fördern. Zwar gegen den Beschluss des deutschen Arbeitsministeriums, wie man bei rostock-startups meldet, aber mit einer schnell versprochenen Umsetzung der neuen Mikrokredite. Dieser neue Beschluss der europäischen Arbeitsminister zu Mikrokrediten für Existenzgründer liegt vor, und bereits ab Juni 2010 könnten die ersten Mikrokredite ausgezahlt werden. Man kann dann bis zu 25.000 Euro als Mikrokredit für eine Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit beanspruchen. Kleinunternehmen unter zehn Mitarbeiter und einem Umsatz von weniger als zwei Millionen Euro können solche Mikrokredite der EU erhalten. In den der ersten vier Jahren des neuen Programms für Mikrokredite sollen etwa 100 Mio. Euro europaweit auch zur Ankurbelung der Wirtschaft beitragen.

Genauere Details für die Vergabe der Mikrokredite sind noch nicht bekannt, aber bereits jetzt können sich Interessenten für Mikrokredite zur Förderung der Existenzgründung sich an ihre Hausbank wenden, um eine möglichst gute Ausgangsbasis für den Erhalt des Mikrokredits sich zu sichern. NWZ-Online meldet hierzu: „Dabei gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Existenzgründer müssen den Antrag bei einer Bank oder Sparkasse stellen, die ihn dann an die EU weiterreicht. Die Europäische Investitionsbank (EIB) und der Europäische Investitionsfonds stellen die Mittel bereit.“

Wer also jetzt seine Existenzgründung plant und noch zusätzliche Mittel braucht, der sollte sich gegenüber seiner Hausbank für diese neue Möglichkeit der Mikrokredite interessiert zeigen.

Finanzen

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