Mit einem Fremdwährungskonto sich vor der Euro-Krise schützen?

Für Deutsche ist ein Fremdwährungskonto, jedes verfügbare Geldkonto in einer anderen Währung als in Euro. Solch ein Fremdwährungskonto kann im Inland und im Ausland geführt werden. Gegenwärtig gibt es immer noch Diskussion um die Stabilität des Euro. Das wird sich in den kommenden Monaten wohl auch nicht abschwächen, denn die Spekulation um hohe Staatsschulden bei einzelnen Euro-Ländern hält an. Einige Experten gehen sogar davon aus, dass sich US-Dollar und Euro wieder auf die 1:1-Parität bewegen. Es gibt sogar Leute, die den Euro in der bisherige Form als überholt ansehen und mit Rückkehr der DM liebäugeln. Sollten sich diese Stimmen kurzfristig verstärken, dann kann man erheblich gewinnen, wenn man Teile seines Bargeldes auf ein Fremdwährungskonto transferiert.

Anleger, die noch über flexibel einsetzbares Bargeld verfügen, fragen sich daher, ob sie ein Fremdwährungskonto eröffnen sollten. Das Fremdwährungskonto ist eine interessante Variante für Geschäftsleute, die sowieso häufig mit Geschäftspartner in Verbindung stehen, die überwiegend in der Fremdwährung ihre Geschäfte abwickeln. Wer beispielsweise viele Geschäftspartner in den USA hat, der kann auch Zahlungen in Scheckform abwickeln und dann die Schecks auf das hiesige Fremdwährungskonto gebührengünstig einzahlen. Wer sich häufig im außereuropäischen Ausland aufhält, der hat sowieso meist ein Konto vor Ort, das dann aus hiesiger Sicht als Fremdwährungskonto zu gelten hat. Auf pro-und-contra.info wird diese Nutzung des Fremdwährungskontos genauer aufgeschlüsselt. Man muss auch die Kosten und Gebühren beim Fremdwährungskonto im Auge behalten.

Mit einem Fremdwährungskonto geht man allerdings Risiken ein, denn der Kursverlauf einer Fremdwährung ist nicht einfach abzuschätzen. Diese Risiken beim Fremdwährungskonto kann man teilweise kompensieren, wenn die Zinserträge beim Fremdwährungskonto höher ausfallen. Denn die Zinsentwicklung ist international sehr unterschiedlich. Allerdings sind hohe Zinsen immer auch ein Zeichen hohen Risikos.

Wichtig ist auch, dass man das Kursverhältnis von Fremdwährung zu Euro genau beobachtet und schnell die Fremdwährung wieder in Euro zurücktauschen kann, wenn die gegenwärtige Krise im Eurobereich abgeklungen ist. Kommt es in den Folgejahren zum erwarteten Konjunkturaufschwung und steigen wieder die Zinsen im Euroraum etwas an, dann wird aus der Krisenwährung wieder eine Stabilitätswährung und das Fremdwährungskonto ist für die Bewohner der Eurozone nicht mehr attraktiv.

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