Pfändungsschutz läuft bald aus auf normalen Girokonten

Auf einem normalen Girokonto gehen monatlich viele laufende Zahlungen ab, die für den Haushalt und den Zusammenhalt der Familie wichtig sind. Deshalb kann eine hohe Pfändung hier zu erheblichen Problemen führen. Bisher gab es einige eingeschränkte Möglichkeit des Pfändungsschutzes auf dem normalen Girokonto, doch dieser Pfändungsschutz läuft nun aus, wie das Bundesministerium für Verbraucherschutz meldet.

Ab dem 1.1. des nächsten Jahres sei der Pfändungsschutz nicht mehr wie bisher auf einen normalen Girokonto garantiert. Verbraucher, die von einer Pfändung betroffen sein könnten, sollen sich umgehend mit ihrer Bank in Verbindung setzen und die Umwandlung des Girokontos in ein Pfändungsschutz-Konto (P-Konto) beantragen.

Dieses ältere Video eines Schuldenberaters zeigt auf, dass und wie gerade zum Jahresende die Problematik von Pfändungen ansteigen kann.

In der oben verlinkten Pressemitteilung der Bundesministerin für Verbraucherschutz fordert diese von den deutschen Geldinstituten, dass sie keinen Aufschlag für die Umstellung eines normalen Girokontos auf ein Pfändungsschutzkonto erheben. Dieser Hinweis von Frau Aigner scheint nötig zu sein, denn sie beklagt, dass einige Banken recht hohe Kontoführungsgebühren für ein P-Konto verlangen. Gleichzeitig würden viele Funktionen eines normalen Girokontos eingeschränkt. Schließlich gehe es hier um die Umsetzung einer gesetzlichen Pflicht und die sollte dem Verbraucher keine unnötig hohen Kosten oder sonstige Einschränkungen abverlangen.

Seit dem Juli 2010 könne jeder Bankkunde von seinem Geldinstitut verlangen, dass sein Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt werde. Dort gelte dann ein Basis-Pfändungsschutz von mehr als 1.000 Euro pro Monat. Dieser Basis-Pfändungsschutz könne sich je nach Unterhaltverpflichtungen des Schuldners auch erhöhen. Der bisherige Pfändungsschutz auf normalen Girokonten (keine Pfändung von Sozialleistungen innerhalb von 14 Tagen nach Zugang) ende am 31.12. dieses Jahres.

Verbraucher, die von Pfändungen betroffen sind oder betroffen werden könnten, sollten sich also jetzt um eine Umstellung ihres Girokontos bemühen.

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