Rechtliche und steuerliche Aspekte der Wohnungsvermietung für Langzeiturlauber

Nicht alle finden den Winter toll und billiger könnte ein Langzeiturlaub im warmen Süden auch kommen. Denn bereits für deutlich unter 500 Euro bekommt man günstige Wohnungen mit viel Komfort auf den kanarischen Inseln oder im südlichen Asien. Voraussetzung ist natürlich, dass man für Jobzwecke nicht in der kalten Heimat bleiben muss. Dieses Privileg haben nicht nur die Rentner und Pensionisten, auch viele Internet-Worker, die für ihren Job nur einen regelmäßigen Netzzugang brauchen. Und den bekommt man weltweit, zur Not über ein Internet-Cafe. Von Frühling bis Herbst ist man dann wieder zu Hause.

Optimal wird eine solche Strategie, wenn man die eigene Wohnung (mit Möbeln, Strom und Heizung) während seines Langzeiturlaubs weiter vermietet. Hiermit kann man in Ballungszentren sogar richtig Geld verdienen, denn es gibt immer wieder Manager oder sonstige Interessenten, die gerne für ein paar Monate „möbliert“ wohnen und dafür auch richtig Geld springen lassen. Schließlich sparen sie erhebliche Kosten gegenüber einer Hotelunterbringung und eine eigens angemietete möblierte Wohnung bietet auch mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

Wenn man als Langzeiturlauber dies überlegt, dann sollte man sich klar darüber sein, dass man als Mieter hierfür die Zustimmung des Vermieters braucht. Denn in den meisten Mietverträgen ist die Untervermietung genehmigungspflichtig. Wer Eigentümer ist, der braucht zwar niemanden zu fragen, aber das Finanzamt interessiert sich für die Wohnungsvermietung, denn man könnte den Gewinn als Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung ansehen und diese sind steuerpflichtig.

Allerdings kann man dem Finanzamt gegenüber alle Kosten für die Vermietung geltend machen und wer sich geschickt anstellt, der setzt seinen Gewinn damit sehr niedrig an. Als Kosten gelten natürlich sämtliche Kosten, die man während der Vermietungszeit hat. Dies kann die selbstgezahlte Miete an den eigenen Vermieter sein; dies gilt aber auch für die Zinsen der eigenen Immobilie, falls man hierfür noch eine Hypothek zu zahlen hat. Auch erhöhte Kosten für Heizung und Wasser sind steuerlich abrechenbar, wenn sie dem Finanzamt plausibel gemacht werden können. Hierzu ist es hilfreich, wenn man sämtliche Belege des Vorgangs aufhebt. Dazu können auch Rechnungen für Neuanschaffung von Möbeln gehören, die man speziell für die Kurzzeit-Vermietung angeschafft hat. Auch die normalen Möbel nutzen sich ab und daher kann man auch diesen Wertverlust steuermindernd geltend machen.

Wohnungsvermietung für Langzeiturlauber: Hiermit kann man einen großen Teil des Urlaubs finanzieren und damit dem deutschen Winter entfliehen.

Finanzen

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