Riester-Sparen: Antrag auf staatliche Zulagen nicht vergessen

Die staatlich geförderten Riester-Verträge werden hinsichtlich ihrer Rendite-Chancen sehr unterschiedlich eingeschätzt. Unstrittig hingegen ist, dass eine gute Rendite erst durch die staatlichen Zuschüsse zustande kommt. Dumm ist nur, dass viele den Antrag auf eine staatliche Zulage beim Riestern „vergessen“, und deshalb jedes Jahr viel Geld verlieren.

Vor ein paar Jahren entschloss sich die Politik unter Arbeitsminister Riester die private Vorsorge für das Alter zu fördern. Nur speziell zertifizierte Verträge sind für eine Riester-Förderung abschließbar. Bei ihnen soll das Risiko eines Zahlungsausfalls mit maximaler Sicherheit unterbunden werden. Gleichzeitig sind die Riester-Verträge so konzipiert, dass die Zahlungen in monatlichen Raten ab Beginn des Eintritts ins Rentenalter erfolgen. Klar ist, dass die Riester-Verträge durch diese einschränkenden Bedingungen hinsichtlich Chance und Risiko ausgewogener sind als andere Verträge. Allerdings könnte die Rendite der Riester-Verträge nicht mehr akzeptabel sein, wenn man nicht die staatliche Förderung beansprucht.

Der Antrag auf die staatliche Förderung ist nicht unbegrenzt umsetzbar. So können die Anträge auf staatliche Zulagen für 2007 nur noch bis zum 31.12.2009 gestellt werden. Für Riester-Sparer, die bereits 2007 in ihre Altersvorsorge eingezahlt haben, besteht also in den nächsten Tagen Handlungsbedarf, wenn sie bisher noch keinen Antrage auf Zulagen für ihre Riester-Förderung gestellt. Das Verfahren zur Antragstellung der Riester-Förderung ist recht einfach: Man wendet sich an die Gesellschaft, bei der eigene Riester-Vertrag läuft und diese händigt die Unterlagen für die staatliche Zulagen aus. Die Gesellschaft teilt einem auch mit, ob man schon einen Riester-Förderungsantrag gestellt hat, der sich automatisch verlängert. Hier bekommt man auch Infos, wie hoch die staatlichen Zulagen für den Riester-Sparer selbst und seine Kinder sind. Es ist dann auch möglich, den Riester-Förderungsantrag so zu stellen, dass automatisch für die Folgejahre die staatliche Riester-Förderung mitbeantragt wird.

Das Finanzamt prüft dann automatisch in der sogenannten „Günstiger-Prüfung“, ob es für den Riester-Sparer besser ist, dass er die staatliche Zulage bekommt oder eine Steuervergütung als Sonderausgabenabzug. Man sollte also den Antrag auf staatliche Förderung der Riester-Sparpläne auf jeden Fall stellen, damit man keine Förderungsmöglichkeit zum „Riestern“ verpasst.

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