Roaming-Kosten sollen in Europa weiter gesenkt werden

Wenn man im Ausland zu seinem Handy greift, dann kann es teuer werden. Denn hat man nicht vorgesorgt, dann in man auf Roaming angewiesen. Roaming bedeutet, dass sowohl ein eigener Anruf als auch das Entgegennehmen von Anrufen mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, weil der Anruf durch ein fremdes Netz geleitet werden muss. Die Europäische Union hat allerdings dafür gesorgt, dass Roaming-Kosten innerhalb ihres Einflussbereichs begrenzt werden. Doch es gibt bessere Möglichkeiten, die Mobilfunk-Kosten im Ausland zu minimieren.

Einzelne Handy-Telefonate sind aber meist nicht das große Problem im Urlaub. Denn das kann man noch überschauen bzw. man kann auf die Entgegennahme verzichten und den Anrufenden (falls man die Nummer zuordnen kann) über Festnetz zurückrufen. Probleme machen häufig die Internet-Nutzung, an die man sich in Deutschland gewöhnt hat, weil es ganz praktisch ist, über das Handy E-Mails zu checken oder eine Routen-Planung zu organisieren.

Beliebt sind auch die Mitnahme eines Notebooks und die Verwendung eines Surfsticks. Allerdings gibt es für die in Deutschland mit dem Surfstick erworbenen SIM-Karten meist keine Pauschaltarife im Ausland, sondern Preise auf Basis des Datenvolumens, was schnell zu erheblichen Kosten führt. Das sollte einem klar sein, denn nicht der Stick oder das Handy erlaubt den Zugriff aufs Internet, sondern die SIM-Karte, die in das Gerät eingeschoben wurde.

Ab heute gelten erfreulicherweise aber niedrige Roaming-Kosten innerhalb der Europäischen Union. Wie in einer Pressemitteilung der Europäischen Union zum Roaming erläutert wird, gibt es neue Obergrenzen für die Kosten bei Handy-Telefonaten: Ausgehende Anrufe sind auf 35 Cent pro Minute, eingehende Anrufe auf 11 Cent pro Minute begrenzt. Das ist zwar billiger als bisher, aber nicht unbedingt motivierend für lange Telefonate.

Auch fürs Daten-Roaming (Internet-Nutzung) gibt es bessere Tarife und hier sollte noch nicht das Ende der Preissenkungen erreicht werden. Doch besser als mit Volumen-Berechnungen ist man bedient, wenn man seinen Internet-Stick (oder sein Handy) vor Ort im Ausland mit einer preiswerten, lokal gültigen SIM-Karte bestückt. Solche SIM-Karten gibt es auch als Guthaben-SIM-Karte, so dass man bereits vor der Internet-Nutzung seine Kosten transparent begrenzen kann. Allerdings funktioniert dieses Verfahren nur, wenn man ein SIM-Lock freies Handy oder einen SIM-Lock freien Internet-Stick verwendet. Dann hat man das Daten-Roaming endgültig hinter sich gelassen.

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