Schufa-Eigenauskunft ohne Kosten

Schufa: Dieser Begriff steht für „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“. Es handelt sich um eine private Wirtschaftsauskunft, die für ihre umfassende Datenerfassung bei Menschen mit kritischem Zahlungsverhalten bekannt ist. Wem ein Mietvertrag verweigert wird, der kann möglicherweise betroffen sein, z.B. weil er noch unbezahlbare Restschulden hat oder unter einer Privat- oder Geschäftsinsolvenz leidet. Interessant ist aber auch das Berechnen einen Score-Wertes, wie es bei Wirtschaftsauskünften üblich geworden ist, wo lediglich die Wahrscheinlichkeit eines Kreditausfalls bestimmt werden kann. Nun meldet man, dass die Verbraucherzentralen hier eine zentrale Erhebung durchführen und um Unterstützung durch die Verbraucher bitten.

Für jeden Verbraucher kann es wichtig werden, dass er sich selbst einmal um eine Schufa-Auskunft in eigener Sache bemüht. Denn auch eine Wirtschaftsauskunft kann fehlerhafte Daten im Einzelfall vorliegen haben; z.B. wenn eine Namensverwechslung aufgetreten ist oder wenn ein lang abgeschlossenes Insolvenzverfahren noch nicht in der Datenbank ausgetragen wurde. Inzwischen ist eine kostenlose Auskunft direkt bei der Schufa möglich und man kann auch sich hier auch seine Schufa-Auskunft auf dem Postweg zustellen lassen.

Am Schnellsten kommt man zu seiner kostenlosen Schufa-Auskunft über das Internet. Auf der Schufa-Webseite kann man schnell den Weg zur kostenlosen Schufa-Auskunft finden. Man kann sich ein Formular ausdrucken, das man dann ausgefüllt an die Schufa schickt. Allerdings sollte man beachten, dass man nicht nur die „Datenübersicht nach Paragraph 34 Bundesdatenschutzgesetz“ bestellt, sondern auch die „aktuellen Wahrscheinlichkeitswerte“. Bei den Wahrscheinlichkeitswerten geht es um Daten, die mit der Berechnung von Score-Werten zusammenhängen.

Um die gewünschten Auskünfte zu bekommen, füllt man einfach den Fragebogen aus, schickt ihn an die Schufa und wartet auf deren Rückmeldung. Nachdem die Schufa-Auskunft vorliegt, kann man diese auf Fehler prüfen und ggf. deren Berichtigung oder Sperrung verlangen. Auch dieses Recht ergibt sich nach Bundesdatenschutzgesetz und ist ebenso wie die einmalige jährliche Schufa-Auskunft kostenlos.

Zitat aus dem verlinkten Paragraphen des Bundesdatenschutzgesetzes:

(8) Die Auskunft ist unentgeltlich. Werden die personenbezogenen Daten geschäftsmäßig zum Zweck der Übermittlung gespeichert, kann der Betroffene einmal je Kalenderjahr eine unentgeltliche Auskunft in Textform verlangen. Für jede weitere Auskunft kann ein Entgelt verlangt werden, wenn der Betroffene die Auskunft gegenüber Dritten zu wirtschaftlichen Zwecken nutzen kann. Das Entgelt darf über die durch die Auskunftserteilung entstandenen unmittelbar zurechenbaren Kosten nicht hinausgehen. Ein Entgelt kann nicht verlangt werden, wenn

  1. besondere Umstände die Annahme rechtfertigen, dass Daten unrichtig oder unzulässig gespeichert werden, oder
  2. die Auskunft ergibt, dass die Daten nach § 35 Abs. 1 zu berichtigen oder nach § 35 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 zu löschen sind.

Zitat Ende

Die ebenfalls bei der Schufa mögliche Bonitätsauskunft schlägt ist nur gegen Zahlung möglich. Denn eine Bonitätsauskunft kann gegenüber potentiellen Vertragspartner Vorteile bringen.

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