Soziale Sicherung nach Auslandstätigkeit sicherstellen

Immer mehr Deutsche versuchen ihren beruflichen Erfolg durch eine Auslandstätigkeit sicherzustellen. Denn je nach Situation ist die Auslandstätigkeit gefragter oder besser bezahlt. Vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen stimmen, man kennt die Sprache vor Ort und macht sich mit den typischen Regeln der Auslandstätigkeit vertraut, dann kann diese Auslandstätigkeit auch langfristig für eine Karriereentwicklung in Deutschland genutzt werden, wenn man denn eines Tages überhaupt zurückkehren will oder muss.

Manche sehen die Auslandstätigkeit eher als kurzfristiges soziales Projekt, wie im Auslandjob-Blog beschrieben. Viele wollen hingegen eine längerfristige Auslandstätigkeit zur Lebenssicherung. Wenn diese über eine Auslandstätigkeit nachdenken, machen sich Sorgen wegen ihrer sozialen Sicherheit in der Auslandstätigkeit. Dabei gibt es aber in vielen EU-Nachbarschaftsstaaten ähnliche Regelungen zur Kranken- und Arbeitslosenversicherung wie in Deutschland. Das Problem fehlender sozialer Sicherheit könnte eher umgekehrt auftreten, wenn man von der Auslandstätigkeit nach Deutschland zurückkehrt und nicht nahtlos in Deutschland einen neuen Anschlußjob nach der Auslandstätigkeit findet.

Dreh- und Angelpunkt ist hier nach der Auslandstätigkeit der Anspruch auf Arbeitslosengeld I, der zugleich auch die Krankenversicherung sichert. Die Vorstellung, dass man ja während der Auslandstätigkeit auch in die jeweiligen Systeme im Ausland eingezahlt hätte und daher seine Ansprüche in Deutschland wahren würde, ich leider nicht zutreffend.

Anspruch auf Arbeitslosengeld in Deutschland (auch nach Auslandstätigkeit) hat nur der, der innerhalb der letzten 2 Jahre vor Beginn der Arbeitslosigkeit ein Jahr Beiträge für die deutsche Arbeitslosenversicherung gezahlt hat (Details zum Anspruch auf Arbeitslosengeld I liefert die Bundesagentur für Arbeit).

Diese Bedingungen sind schwer einzuhalten, wenn man mehrere Jahre eine Auslandstätigkeit ausgeübt hat. In einer Broschüre der Bundesagentur für Arbeit zur Auslandstätigkeit gibt es dann auch folgende Aussage:

Ausländische Versicherungs- oder Beschäftigungszeiten können für einen Anspruch auf Arbeitslosengeld nur dann berücksichtigt werden, wenn zwischen der Auslandsbeschäftigung und dem Eintritt der Arbeitslosigkeit und Antragstellung in Deutschland eine versicherungspflichtige Beschäftigung in Deutschland ausgeübt wurde. Die Dauer dieser Beschäftigung ist nicht vorgeschrieben.

Wer also plant, seine Auslandstätigkeit zu beenden, der sollte den Termin so steuern, dass er möglichst unmittelbar nach der Auslandstätigkeit zunächst in Deutschland eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufnimmt.

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