116 117: Einheitliche Notruf-Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes

Im Falle eines lebensgefährlichen Gesundheitsproblems (Herzinfarkt, Schlaganfall) weiß man, dass die Notrufnummer 112 lebensrettend sein kann. Für normale ärztliche Probleme außerhalb der Sprechstunden gab es bisher einen ärztlichen Bereitschaftsdienst, der jedoch keine einheitliche Nummer hatte. Das soll sich demnächst ändern, mit 116 117 wird man überall den ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen.

116 117 Notruf-Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes
116 117 Notruf-Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes

Den ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt es schon länger. Er ist für die Fälle (wie z.B. Grippe, Übelkeit oder erhebliche Kopfschmerzen)  vorgesehen, bei denen man schnell zum Arzt in die Sprechstunde möchte, doch es ist nach Feierabend oder am Wochenende und es dauert zu lange, um bis zum nächsten Arbeitstag zu warten. Bisher konnte man den ärztlichen Bereitschaftsdienst nur über eine regional unterschiedliche Rufnummer erreichen. Doch in wenigen Tagen gibt es für den ärztlichen Bereitschaftsdienst eine einheitliche Rufnummer: 116 117.

Nach wie vor gilt aber: In lebensbedrohlichen Fällen, wie Ohnmacht, Vergiftungen, Verdacht auf Herzinfarkt oder neurologischen Ausfällen, die auf Schlaganfall deuten können, ruft man besser sofort die 112 an, denn dann wird der Rettungsdienst alarmiert. Der ärztliche Bereitschaftsdienst, der zukünftig unter der einheitlichen Nummer 116 117 erreichbar ist, wird von Ärzten aus der Region organisiert, die für ihre Patienten eine Ansprechmöglichkeit außerhalb der üblichen Praxiszeiten garantieren wollen.

Wie ein solcher ärztlicher Bereitschaftsdienst nach Anruf auf der 116 117 ablaufen kann, wird in folgendem Video deutlich:

http://youtu.be/V7L5ncQdZas

Im Falle der Nutzung der 116 117 und dem anschließenden Tätigwerden des ärztlichen Bereitschaftsdienstes werden die Kosten durch die zuständige Krankenversicherung übernommen. Geplant ist auch, dass die Nummer 116 117 europaweit für einen ärztlichen Bereitschaftsdienst genutzt werden soll. Bisher ist Deutschland das erste Land, bei der man den ärztlichen Bereitschaftsdienst über 116 117 erreichen kann.

Bildnachweis: © svort – Fotolia.com

 

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