116 117: schneller zum ärztlichen Bereitschaftsdienst

Wenn man mal dringend den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen will, dann kann man gegenwärtig noch nicht besonders schnell reagieren, denn die Nummer vom ärztlichen Bereitschaftsdienst ist bundesweit (und europaweit sowieso) sehr unterschiedlich. Das solle sich bald ändern, denn mit der gut merkbaren Kombination 116 117 soll man zunächst deutschlandweit und schließlich auch in Europa den ärztlichen Bereitschaftsdienst schnell erreichen.

Denn wie jetzt von aerzteblatt.de gemeldet wurde, haben die Verbänder der Kassenärzte von der zuständigen Bundesnetzagentur die Zustimmung erhalten, für ganz Deutschland die einheitliche Rufnummer 116 117 für den wichtigen ärztlichen Bereitschaftsdienst möglich zu machen. Wirksam könnte die neue einheitliche Rufnummer für den deutschen ärztlichen Bereitschaftsdienst  bereits im nächsten Jahr werden. Das Projekt mit der einheitlichen Nummer für ärztliche Bereitschaft ist auch europaweit interessant, denn innerhalb der Europäischen Union ist die Nummer 116 117 seit letzem Jahr schon für den ärztlichen Bereitschaftsdienst reserviert, aber von den einzelnen Mitgliedsstaaten bisher noch nicht umgesetzt worden.

Die neue Nummer 116 117 ist gut gewählt, denn sie liegt in der Kette der anderen Notrufnummer: 110 für die Polizei und 112 für die Feuerweht. Weniger bekannt ist, dass es auch die 115 als wichtige Rufnummer schon länger gibt. Mit der 115 kann man Behörden-Rückfragen starten,  z.B. wenn man eine zweite Lohnsteuerkarte bekommen will. Die gibt nämlich nicht beim Finanzamt, doch mit der 115 wird man schon an die richtige Stelle weitergeleitet.

Ausgangspunkt für die neue Nummer 116 117  ist der Bereich Brandenburg, wo schon seit längerem mit der Effektivität dieses Zugriffs Erfahrungen gemacht wurde. Die 116 117 soll man ab Anfang 2011 jederzeit nutzen können. Unklar ist noch, ob und wie über Handy es möglich sein wird, dass tatsächlich auch schnell der örtlich relevante ärztliche Bereitschaftsdienst aktiviert wird. Dafür wird es sicher auch eine technische Lösung geben. Gut und wichtig ist es auf jeden Fall, wenn eine Möglichkeit zum schnellen Zugriff auf den ärztlichen Bereitschaftsdienst überall in Europa mit einer einheitlichen Rufnummer geschaffen wird.

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