Arbeitsintensität und Depression

Psychische Störungen, wie die  Depressionen, werden  immer häufiger für  Krankschreibungen verantwortlich gemacht. Dabei ist die Depression eine Erkrankung, die nicht nur die Arbeitsfähigkeit stark belastet, sondern auch zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität führt. Über den Zusammenhang von Arbeitsbelastungen, wie Arbeitsintensität und ungenügende Arbeitsgestaltung, gab es bisher recht wenige Untersuchungen.

Vor kurzen war über eine Studie der Bundespsychotherapeutenkammer zur Depression berichtet worden, die aufzeigen konnte, dass es einen Zusammenhang zwischen Arbeitsbelastung und Depression gibt. Auch hier wurde die Meinung vertreten, dass die Depression als Krankheitsursache im Arbeitsumfeld auf  dem Vormarsch ist.

Nun wurde eine neue Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin publiziert, bei der es um den Zusammenhang von Depression und Arbeitsintensität geht. Bei bisherigen Studien bestand der Nachteil, dass die Arbeitsintensität und die Depression von den Befragten selbst eingeschätzt wurden. Bei der neuen Studie hat man sich darum bemüht, hier eine weitgehend objektive Bestimmung der Faktoren vorzunehmen. Dabei zeigte sich ganz deutlich, dass zwischen den Faktoren Arbeitsintensität und Depression ein deutlicher Zusammenhang besteht. Damit wird auch die Kritik an bisherigen Forschungsergebnissen relativiert. Denn hier hatte man vermutet, dass bei Vorliegen einer Depression eine stärkere Arbeitsintensivität und fehlende Gestaltungsmöglichkeiten in der Arbeit von den Betroffenen stärker empfunden werden, als dies durch die objektive Situation gegeben ist. Wenn man dieser Kritik folgen würde, dann führt die Depression zu einer Empfindung von stärkerer Arbeitsintensität und nicht die Arbeitsintensität erhöht die Wahrscheinlichkeit für Depression. Die neue Studie zeigt demgegenüber klar auf, dass zunehmende Arbeitsintensität auch das Auftreten von Depression erhöht.

Die Studie gibt auch Hinweise, wie der Zusammenhang zwischen Arbeitsintensität und Depression aufgelöst werden kann. Die Autoren empfehlen hier regelmäßige Mitarbeitergespräche. Damit könnte es möglich werden, dass unrealistische Vorstellungen von der eigenen Arbeit eingedämmt werden, die subjektiv für hohe Arbeitsbelastung mitverantwortlich ist. Hilfreich kann auch ein Jahresgespräch der Mitarbeiter mit ihren Vorgesetzten sein, damit durch Vereinbarung gemeinsamer Ziele eine bessere Motivation zur Bewältigung der Arbeitsintensität geschaffen wird.

Gesundheit

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