Bildung kann zum erfolgreichen Bewältigung von Demenz beitragen

Personen, die längere Zeit und mehr Aufwand in ihre Bildung stecken, scheinen besser in der Lage zu sein, die Auswirkungen, die Demenz auf das Gehirn hat, zu kompensieren. Zu diesem interessanten Ergebnis kommt eine britische Studie, über die kürzlich die BBC berichtete: Bildung hilft dem Gehirn bei Demenz Veränderungen zu kompensieren.

Demenz ist ein starkes Defizit bei kognitiven, aber auch bei emotionalen und sozialen Fähigkeiten; eine Erkrankung, die häufig im höheren Alter beobachtet werden kann. Demenz kann mit diagnostischen Mitteln als Krankheit des Gehirns bestimmt werden, die plastische und nachvollziehbare Auswirkungen beim Kurzzeitgedächtnis, der Sprache, den Bewegungsmöglichkeiten bis hin zur gesamten Persönlichkeit hat. Demenz tritt zwar häufig mit der Alzheimer-Krankheit zusammen auf, kann jedoch nicht darauf reduziert werden. Kennzeichnend für eine Demenz ist der Verlust bereits erworbener Fähigkeiten zur kognitiven Anpassung. Interessant ist daher, wenn gezeigt werden kann, dass eine bessere Basis in der Bildung hier den Betroffenen mehr Möglichkeiten zur Anpassung und zum Umgang mit der Demenz bieten könnte. Bei der besprochenen Studie zu Demenz und Bildung, wurde Bildung in Jahreszahlen der schulischen oder beruflichen Ausbildung bestimmt.

An der Studie zur Kompensation von Demenz durch Bildung waren britische und finnische Wissenschaftler beteiligt. Man konnte herausfinden, dass bei Menschen mit besserer Bildung nach dem Tode im Gehirn weniger typische Anzeichen für Demenz gefunden werden konnten. Aber auch frühere Studien konnten schon zeigen, dass man bei einen höheren Engagement in Bildung auf ein geringeres Risiko zur Ausbildung von Demenz schließen kann.

Die Gründe für die bessere Bewältigungsmöglichkeit bei Demenz durch höhere Bildung sind noch unklar und bedürfen weiterer Forschung. Spekuliert wurde darüber, dass besser ausgebildete Gehirne eine bessere Anpassungsleistung bei Demenz leisten können. So könnte es auch sein, dass besser gebildete Menschen mehr Strategien zur Gestaltung oder zum Verbergen der Symptome der Demenz hätten. Auch dieses wäre aber vorteilhaft, denn es ist bekannt, dass die Wahrnehmungen der  Umwelt einen  starken Einfluss auf das Selbstbild haben; Strategien durch Bildung zum besseren Gestalten der Umwelt bei Demenz hätte somit eine therapeutische Wirkung. Dabei sollte man aber nicht übersehen, dass Bildung nicht in der Lage ist, Demenz zu stoppen oder rückgängig zu machen. Früher erlebte Bildung kann im Falle einer späteren Demenz diese mildern und zu einer besseren Bewältigung beitragen.

Weitere Infos zur Studie über Demenz und Bildung findet sich auch bei Wissenschaft-aktuell. Hier wird betont, dass die Studie die Bedeutung von Bildung für die öffentlich wirksame Gesundheit fördert. Die Studie wertete nach dem Tod die Gehirne von 872 Betroffenen aus. Es habe sich herausgestellt, dass jedes zusätzliche Jahr in schulischen und sonstigen Ausbildungseinrichtungen nützlich ist, um das Risiko, an Demenz zu erkranken, deutlich zu vermindern.

Gesundheit

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