Bluthochdruck: Die unterschätze Volkskrankheit

Heute ist Weltgesundheitstag und diesmal ist der unscheinbare Bluthochdruck das prägende Thema. Den meisten ist es egal, wenn der eigene Blutdruck mal zu hoch oder zu niedrig ausfällt. Doch Mediziner nehmen das Thema ernst. Wer dauerhaft Bluthochdruck hat, der geht erhebliche gesundheitliche Risiken ein.

Bluthochdruck: Die unterschätze Volkskrankheit
Bluthochdruck: Die unterschätze Volkskrankheit

Auch bei den Gestaltern des Weltgesundheitstages 2013 ist die Gefahr zu hohen Blutdrucks bekannt. Ihnen ist bewusst, dass die meisten Patienten das Problem Bluthochdruck nicht ernst genug nehmen. Experten gehen davon aus, dass etwa die Hälfte der Bluthochdruckmedikamente, die jährlich verordnet werden, nicht eingenommen werden und ungenutzt in den Hausapotheken verschwinden.

Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Zum einen ist die Gefahr des Bluthochdrucks nicht emotional erlebbar. Man merkt es nicht direkt, wenn der Blutdruck dauerhaft hoch ist. Außerdem könnte es sein, dass Bluthochdruck parallel zur emotionalen Erregung liegt. Patienten, die einen sehr niedrigen Blutdruck haben, klagen häufig über Mattigkeit und Müdigkeit. Das möchte man nicht gerne erleben und deshalb ist man nicht ausreichend motiviert, seinen Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren und etwas gegen Bluthochdruck zu unternehmen.

Generell steht es schlecht um die Kontrolle beim Bluthochdruck. Zwar misst der Hausarzt meist den Blutdruck mehrfach pro Jahr, doch es ist allgemein bekannt, dass vereinzeltes Blutdruckmessen beim Arzt zu überhöhten Werten tendiert. Um seinen Blutdruck effektiv einschätzen zu können, bedarf es regelmäßiger Messungen, die immer unter gleichen Bedingungen durchzuführen sind.

Moderne Blutdruckmessgeräte können die gefundenen Ergebnisse auch speichern. Werden sie richtig eingestellt, dann zeichnen sie Datum um Uhrzeit mit auf und man hat durch eine lange Messreihe eine wesentlich bessere Basis, um den Bluthochdruck einzuschätzen. Mit diesen Messreihen geht man dann zum Arzt und mit diesem sollte man ausführlich beraten, ob und wie Verhaltensweisen abgeändert werden können, um den Blutdruck zu senken. Kommt dann der Experte zu dem Ergebnis, dass nur Medikamente weiterhelfen, dann ist durch die umfassende Informationsbasis ein guter Grundstein gelegt, um den Bluthochdruck zu vermindern. Schließlich kann man durch seine Messtechnik anschließend gut überprüfen, ob der Blutdruck nun in die gewünschte Richtung gesenkt wird.

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