Burn-out und psychische Belastungen nehmen zu

Die Zahlen für Burn-out bzw. für bestimmte psychische Erkrankungen aus diesem Diagnoseumfeld nehmen seit Jahren zu. Dies zeigt auch der aktuelle Gesundheitsreport der Krankenkasse BKK, die sich auch mit der Einordnung der schwer bestimmbaren Erkrankung Burn-out beschäftigt.

Burn-out und psychische Belastungen nehmen zu
Burn-out und psychische Belastungen nehmen zu

Bereits in den Vorjahren war für den aktuellen Gesundheitsreport der BKK erkennbar geworden, dass die psychischen Belastungen für die Menschen stärker gesundheitsrelevant wurden. Immer mehr wird auch das komplexe Thema Burn-out angesprochen, wenn man Fragen der psychischen Gesundheit diskutiert. Früher waren es Muskel- und Skeletterkrankungen, die für Fehlzeiten und frühzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsleben überwiegend die Verantwortung trugen. Erkennbar wird heute, dass diese direkt körperlich beobachtbaren Erkrankungen an Bedeutung verlieren.

Wichtige Krankheitsbilder bei psychischen Belastungen sind Depressionen und Angststörungen. Neue Krankheitsbilder wie Burn-out sind aber hier nicht so einfach einzuordnen, was die Auswertung ihrer statistischen Bedeutsamkeit erschwert. Burn-out kann gegenwärtig noch nicht einfach als Krankheit eingestuft werden, zu diffus ist das dahinterliegende Diagnoseumfeld.

Burn-out ist ein medizinisches Syndrom, das sich mit dem Zustand starker emotionaler Erschöpfung beschäftigt. Solche Situationen können bei Menschen auftreten, die unter starkem beruflichen oder persönlichen Stress stehen. Burn-out-Phänomene erfassen oft sehr leistungsfähige Menschen, die aber über viele Jahre stark über ihre Leistungsfähigkeit hinaus gearbeitet oder gelebt haben. Da das Burn-out-Syndrom gegenwärtig nicht sehr präzise bestimmt werden kann, wird es gegenwärtig von den international üblichen Klassifizierungsverfahren für Krankheiten nicht erfasst. Dies kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das zugrunde Phänomen vorliegt und für viele Menschen eine starke Belastung darstellt.

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