Burnout Symptome werden oft nicht erkannt

Es scheint schwierig zu sein, die Symptome von Burnout richtig zu erkennen, worauf eine neue Studie zum Burnout-Syndrom hinweist. Dabei ist Burnout eine sehr zentrale Erkrankung, die die Gesundheitskosten in Deutschland deutlich beeinflusst. Burnout und Arbeit stellen auch einen erheblichen Belastungsfaktor dar.

Beim Burnout, das in etwa mit „Ausgebranntheit“ übersetzt werden kann, handelt es sich um eine schwerwiegende Erkrankung, die mit einer totalen Erschöpfung des Patienten einhergeht. Zwar geht man davon aus, dass hoher Arbeitsstress und intensive Arbeitsbelastungen zum Grund für ein Burnout werden kann, doch die Symptome von Burnout (Handlungsunfähigkeit und hoher Erschöpfungszustand) können auch bei Personen auftreten, die scheinbar nicht von einer objektiv hohen Arbeitsbelastung gekennzeichnet sind. Hinweise zum Burnout bei Freiberuflern gibt der Blog bei projektwerk.de. Hier stehen die Symptome von Erschöpfung häufig mit einer ungenügende Trennung von Arbeit und Freizeit im Zusammenhang.

Gegenwärtig gibt es weder national noch international eine einheitliche Definition, wie man bei der Bestimmung der Burnout Symptome vorgehen soll. Die entsprechenden diagnostischen Handbücher führen Burnout nicht als Krankheitsbild, was auch ein Grund dafür sein könnte, dass Burnout Symptome häufig nicht dieser Erkrankung zugeordnet werden. Naheliegend ist dabei, dass man Burnout als Depression bestimmt, denn viele Burnout Symptome treten auch bei Depressionen auf.

Burnout wird als eine Erkrankung angesehen, die sich aus verändernden Lebens- oder Arbeitsbedingungen ergeben kann, die nach langer Zeit der intensiven Belastung nur noch mit einer emotionalen Erschöpfung beantwortet werden können. Betroffene zeigen dann als Symptome seelische und körperliche Beschwerden. Auch Unruhe, gesunkene Motivation, Anspannung sowie eine deutlich reduzierte Arbeitsleistung können als Symptom für Burnout, aber auch für eine andere psychische Erkrankung bestimmt werden.

Der eingangs verlinkte Studie zeigt mehrere wissenschaftliche Theorien über Symptome, Ursachen und Verlauf beim Burnout-Syndrom auf. Da die Symptome sehr unterschiedlich bewertet werden können, sei es gegenwärtig nicht möglich, über einfache Messverfahren zu einer schlüssigen Diagnose von Burnout zu kommen. Auch die Zusammenhänge von Burnout zu anderen Erkrankungen wie Depression erforderten noch viel Forschungsarbeit.

Eine Antwort auf „Burnout Symptome werden oft nicht erkannt“

  1. Hierzu ist vielleicht ergänzend zu sagen, dass die Symptomatik des Burnouts häufig auf Verhaltensfehler zurückzuführen sind. So z.B. Das fehlende „Nein-Sagen“ bei Überlastung bzgl. neuer Arbeitsaufgaben. Oder das „trotzdem zur Arbeit gehen, obwohl man krank ist“, weil man ein schlechtes Gewissen gegenüber des Chefs hat.

    Wichtig erscheint mir, darauf hinzuweisen, dass zwar jeder Hausarzt eine Burnout-Diagnose stellen kann, es jedoch mit 1-2 Wochen Ruhezeit bzgl. des Erschöpfungszustandes nicht getan ist.
    Eine Überweisung zum Therapeuten scheint mir hier der richtige Weg, obwohl dies in Deutschland nicht verpflichtend ist.
    Denn häufig ist es so, dass die Symptome zwar vorübergehend gemildert wurden, das eigentliche Problem des Verhaltens aber nicht gelöst wurde, weshalb viele Burnout-Patienten wieder „rückfällig“ werden.

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