Die Deutschen sind gegen Abstriche bei der Gesundheitsversorgung

Dafür dass die medizinische Versorgung in Deutschland bezahlbar bleibt, setzen sich viele Deutsche ein. Dies hat nun auch eine repräsentative Untersuchung im Auftrag der „Apotheken Umschau“ ergeben. Einschnitte bei den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen seien unbeliebt, so ein Fazit dass man aus den Ergebnissen dieser interessanten Untersuchung ziehen könnte. Medizin sollte für alle bezahlbar bleiben. Der Eindruck könnte entstehen, dass die Deutschen den komplexen Zusammenhang von Gesundheitskosten und Gesundheitsversorgung sehr einfach sehen.

Dies zeigt z.B. daran, das drei Viertel der befragten Deutschen der Meinung sind, dass jeder Patient die Therapie von seiner Krankenversicherung bezahlt bekommen soll, die dieser benötigt, um wieder gesund zu werden. Diese einfache Sicht auf die Gesundheitsversorgung passt zwar nicht in das Weltbild vieler „Reformer“ des Gesundheitswesens. Anderseits könnte man argumentieren, dass diese drei Viertel der Deutschen einfach nur vom Versicherungsprinzip ausgehen. Schließlich sind sie Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung, um im Bedarfsfall bei einem gesundheitlichen Problem eine Therapie zu bekommen, und zwar weitgehen unabhängig von der Kostenbelastung, die dadurch hervorgerufen wird.

Die Deutschen akzeptieren keine Abstiche bei der gesetzlichen Krankenversicherung, so auch das Fazit von cash-online.de zur Umfrage der Apotheken Rundschau. Dort wird weiter berichtet, dass die Deutschen noch am schnellsten auf die Kostenübernahme für alternative Behandlungsformen (z.B. Homöopathie und Akupunktur) verzichten könnten. Denn 40 Prozent der Befragten legen keinen gesteigerten Wert darauf, dass solche Alternativ-Angebote von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen werden. Dies passt ganz gut ins Schema, dass nur notwendige medizinische Leistungen von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert werden sollen, wie es in der Politik schon öfters als Zielvorstellung formuliert wurde. Mit einer geringeren kritischen Distanz (etwa 20 bis 25 Prozent) äußern sich die befragten Deutschen zu den Psychotherapien und Kuren.

Abstriche bei der Gesundheitsversorgung durch die gesetzlichen Krankenversicherungen sind also in Deutschland unbeliebt und für viele nur in den Randbereichen der Versorgung vorstellbar.

Gesundheit

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