Die gesetzliche Krankenversicherung dominiert in Deutschland

In Deutschland gibt es zwei Arten von Krankenversicherung. Für viele Arbeitnehmer ist die gesetzliche Krankenversicherung Pflicht, doch ab einem bestimmten Einkommen kann man in die private Krankenversicherung wechseln. Obwohl diese Art von Krankenversicherung Vorteile bei der Chefarztbehandlung hat, verbleiben auch viele potentielle Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung. Aktuelle Daten zur Krankenversicherung in Deutschland wurden von der Gothaer Versicherung jetzt veröffentlicht.

Etwa 86 Prozent der Deutschen sind in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert; nur 11 Prozent nutzen die Möglichkeit der vollen Versicherung in einer privaten Krankenversicherung. Allerdings nutzen 38 Prozent die Möglichkeiten einer privaten Zusatz-Krankenversicherung, meist zur Absicherung gegen hohe Kosten bei Zahnersatz und Zahnarztbehandlungen.

Deutlich weniger als ein Prozent sind überhaupt in keiner Krankenversicherung. Damit ist die Politik sehr erfolgreich, die bereits vor einigen Jahren die Pflichtmitgliedschaft in einer Krankenversicherung gesetzlich vorgeschrieben hat. Allerdings ist nicht zu übersehen, dass bezogen auf die große Einwohnerzahl Deutschlands immer noch sehr viele keinen effektiven Krankenversicherungsschutz haben. Man macht darauf aufmerksam, dass es im Bereich der privaten Krankenversicherung das Angebot des Basistarifs gibt.

Wenig überraschend ist, dass die private Krankenversicherung bei den Beamten am erfolgreichsten ist. Denn diese Berufsgruppe hat wegen der Beihilfe des Arbeitgebers die meisten Vorteile, wenn sie die gesetzliche Krankenversicherung meidet. Bei den Selbständigen, die sehr intensiv von den privaten Krankenversicherungen beworben werden, ist hingegen der Anteil der Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung etwas höher als der Anteil der Mitglieder mit Privat-Krankenversicherung.

Deutliche Unterschiede ergeben sich beim Einkommen zwischen gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen. Grob vereinfacht könnte man sagen, dass die Tendenz zur privaten Krankenversicherung stärker wird, je höher das Einkommen liegt. Das ist auch nicht verwunderlich, denn je höher das Einkommen ist, desto stärker wirkt sich der Vorteil der Privatabrechnung für die Versicherten aus. Allerdings sollte man sich klarmachen, dass ein hohes Einkommen über viele Jahre erzielt werden muss, damit sich die Privat-Mitgliedschaft lohnt. Versicherte, die schwankendes Einkommen haben, sind möglicherweise in der gesetzlichen Krankenversicherung besser aufgehoben. Besonders attraktiv ist die gesetzliche Krankenversicherung für Eltern mit Kindern.

Gesundheit

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