Hirndoping hilft Studenten nur kurzfristig

Hirndoping ist für Leute wie Studenten interessant, die kurzfristig eine hohe Leistung erbringen müssen. Medikamente zum Hirndoping sind daher bei Studenten beliebt, eine Untersuchung der Uni Mainz zeigt auf, dass die Akzeptanz für Hirndoping hoch ist. Doch Hirndoping hilft nur kurzfristig und kann durch einfachere Möglichkeiten zur Steigerung der Prüfungsleistung verbessert werden.

Hirndoping hilft Studenten nur kurzfristig

Hirndoping hilft Studenten nur kurzfristig

Als Mittel zur Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit werden auch verschreibungspflichtige Medikamente eingesetzt. Medizin, die eigentlich gegen krankhaftes Aufmerksamkeitsdefizit eingesetzt werden soll, wird auch als hilfreich empfunden, wenn man als Gesunder seine Prüfungsleistung verbessern will. Beliebt sind auch Amphetamine, weil diese eine stimulierende Wirkung in Stresssituationen entfalten können.

Prof. Klaus Lieb von der Mainzer Uniklinik hat die Bereitschaft von Studenten untersucht, Hirndoping zu nutzen, um den Studienalltag und Prüfungssituationen zu bewältigen. Umfragen zeigen auf, dass diese Bereitschaft zwar sehr hoch ist, dass aber Studenten nur im geringen Umfang angeben, tatsächlich solche starken Mittel als Hirndoping einzusetzen. Es wäre aber fatal, wenn der Eindruck entstünde, dass viele Studenten Hirndoping nutzen, denn dann kommen die anderen Studenten in Druck, mehr für ihre Leistung zu tun, als ihrer Gesundheit zuträglich ist.

Außerdem ist völlig unklar, ob eine gedankliche Leistungssteigerung durch Gehirndoping überhaupt funktionieren kann. Man kann höchstens erwarten, dass man mit den Medikamenten den Leistungszeitraum verlängert. Man empfindet sich durch pharmazeutische Mittel als leistungsstärker, obwohl dies objektiv oft nicht begründet ist. Einen gleichen Effekt kann man auch erreichen, wenn man eher mit dem Lernen beginnt, insgesamt auf gutes gesundheitliches Verhalten achtet und auch regelmäßig Sport betreibt. Dann kann man zur kurzfristigen Leistungssteigerung bei einer Prüfung herkömmliche (und nicht rezeptpflichtige) Mittel wie Schokolade oder Kaffee einsetzen.

Bildnachweis: © Zsolt Bota Finna – Fotolia.com

Gesundheit

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