Impf-Pflicht gegen Masern

In Deutschland gilt Masern oft noch als harmlose Kinderkrankheit. Doch die Infektionskrankheit Masern ist alles andere als harmlos. Da die Bereitschaft zum Impfen gegen Masern abnimmt und da auch die Infektionsrate von Masern stark steigt, wird vom Gesundheitsministerium eine Impf-Pflicht gegen Masern geprüft.

Impf-Pflicht gegen Masern

Impf-Pflicht gegen Masern

Masern kann als Infektionskrankheit nicht nur Kinder treffen. Die harmlosen Rötungen auf der Haut können sowohl bei kleinen wie bei großen Menschen zu ernstlichen gesundheitlichen Problemen führen. Masern schien in den entwickelten Ländern als Krankheit weitgehend irrelevant geworden zu sein, insbesondere weil hohe Impf-Raten von über 95 Prozent die Masern an der Ausbreitung hindern. Doch inzwischen hat die Akzeptanz der Impfung gegen Masern in Deutschland abgenommen und damit ist die Quote der Erkrankung gestiegen. Eine Impf-Pflicht gegen Masern wird deshalb beim Gesundheitsministerium erwogen.

Der Gesundheitsminister erwägt deshalb eine Impf-Pflicht, weil es verantwortungslos sei, wenn Eltern nicht dafür sorgen, dass ihre Kinder gut vor Masern geschützt seien. In den Vereinigten Staaten und in den skandinavischen Ländern kenne man die Masern kaum noch, denn hier sei die Impf-Quote vergleichsweise hoch. Das ist umso bemerkenswerter, weil Masern zu dauerhaften Einschränkungen bei Kindern führen könnte. Das Robert-Koch-Institut meldet bereits für die ersten sechs Monate von 2013 beachtliche 900 Fälle von Masern. Sehr kleine Kinder erkranken besonders häufig an der unterschätzten Infektionskrankheit. Eine zu späte Impfung gegen Mumps, Masern und Röteln sollte daher vermieden werden.

Bildnachweis: © Dan Race – Fotolia.com

 

Gesundheit

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