Kinderimpfungen: Nur wenig Vorbehalte bei den Eltern

Vor Jahrzehnten bestanden noch starke Vorbehalte bei den Eltern gegen Kinderimpfungen. Erst im Laufe der 1950er- und 1960er-Jahre stieg die Akzeptanz gegenüber Kinderimpfungen an, als die Eltern erkannten, dass eine wirksame Strategie gegen Kinderlähmung nur mit einer Schluckimpfung umsetzbar war. Nun hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die gegenwärtige Akzeptanz der Eltern gegenüber Kinderimpfungen erforscht und ist zum Ergebnis gekommen, dass auch heute nur geringe Vorbehalte vorliegen.

Etwa zwei Drittel der der Eltern in Deutschland lassen ihre Kinder ohne Vorbehalte impfen. Nur bei einem von 100 Befragten Elternteil werden Kinderimpfungen grundsätzlich abgelehnt. Etwa bei einem Drittel der befragten Eltern gibt es aber Vorbehalte gegenüber einzelnen Kinderimpfungen. Grund sind hier Ängste vor Nebenwirkungen durch die Impfungen bzw. Infekte oder andere gesundheitliche Belastungen der Kinder, die den geplanten Zeitpunkt der Impfung den Eltern als ungünstig erscheinen lässt.

Impfempfehlungen werden in Deutschland von der Ständigen Impfkommission ausgesprochen. Deren Arbeit finde eine sehr breite Akzeptanz – so die Studie zu Kinderimpfungen -, denn 88 Prozent der Eltern wollten sich an diese Empfehlungen halten. Allerdings hält die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung den Impfschutz bei einzelnen Kinderkrankheiten noch nicht für optimal: „Die Mehrheit der Eltern steht Kinderimpfungen zwar positiv gegenüber. Doch vor allem bei Masern, Keuchhusten und Hepatitis B ist der Impfschutz von vielen Kindern noch immer lückenhaft“, sagt Prof. Dr. Elisabeth Pott, die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Deshalb sollten die Eltern mit ihren Kindern die kommenden Sommermonate nutzen, um bisher unterbliebene Kinderimpfungen nachzuholen.

Gesundheit

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