Krankenversicherung soll bei der Krebsvorsorge aktiver werden

Die Krankenversicherungen sind bisher schon aktiv, wenn es um Krebsvorsorge geht. Diese Rolle soll nach Vorstellungen des Bundesgesundheitsministeriums noch ausgeweitet werden.

Krankenversicherung soll bei der Krebsvorsorge aktiver werden
Krankenversicherung soll bei der Krebsvorsorge aktiver werden

Nach Recherchen der Frankfurter Allgemeinen möchte die Bundesregierung neue Regeln für die aktivere Rolle der Krankenversicherung bei der Krebsvorsorge schaffen. Unterstützt werde auch ein einheitliches Krebsregister, damit man bessere Informationen und mehr Handlungsmöglichkeiten gegen diese Krankheit bekommt. Bereits jetzt ist die Krebsvorsorge ein wichtiges Mittel der Gesundheitspolitik und wird von den Krankenversicherungen ihren Mitgliedern empfohlen, damit gesundheitliche Risiken frühzeitig erkannt werden können. Nun möchte die Bundesregierung die Krankenversicherungen noch stärker aktivieren. Diese sollen von sich aus die Patienten zu bestimmten Vorsorgeuntersuchungen einladen. Die FAZ nennt Darmkrebs- und Gebärmutterhalskrebs als Beispiel. Der Gesetzesentwurf entspräche damit dem Rat von Ärzten und europäischen Fachorganisationen.

Bisher ist es meist so, dass beim Erreichen bestimmter Altersgrenzen Krebsvorsorgemaßnahmen von den Krankenkassen übernommen werden. So finden es auch die Krankenkassen gut, wenn man ab 55 Jahren eine Vorsorgeuntersuchung (Darmspiegelung) zur Überprüfung auf Darmkrebs vornimmt. Die Krankenkassen weisen zwar auf diese Vorsorgemaßnahme hin, propagieren diese auch in Broschüren, sprechen aber die Mitglieder nicht gezielt an, wenn diese Altersgrenze überschritten ist. Das soll sich nach Vorstellungen des Gesundheitsministeriums ändern. Ein Vorteil hätte die direkte Ansprache der Mitglieder, denn dann könnte man von den starren Altersgrenzen bei Vorsorgemaßnahmen abgehen und gezielt Risikogruppen eher in die Vorsorge einbeziehen.

Krebs ist nach wie vor eine sehr häufige Erkrankung, insbesondere im fortgeschrittenen Alter. Durch Vorsorgemaßnahmen können Krebserkrankungen frühzeitig erkannt werden, bzw. können vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden, die die Wahrscheinlichkeit einer späteren Erkrankung minimieren. Dies ist z.B. bei der Vorsorgeuntersuchung gegen Darmkrebs möglich, bei der man Polypen erkennen und direkt entfernen kann.

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