Männer: Gesundheitsvorsorge entwicklungsfähig

Ein bekanntes Vorurteil ist es, dass Männer den Arztbesuch meiden und sich gleichwohl sehr gesund fühlen. Und ein weiteres Vorurteil ist, dass Frauen häufiger zum Arzt gehen und intensiver die Vorsorge nutzen und sich gleichwohl doch kränker fühlen. Tatsächlich haben Männer ein anderes Verhalten gegenüber möglicher Gesundheitsvorsorge, wie ein kürzlich publizierte Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker-Krankenkasse ergab. Danach kann man folgern, dass Männer tatsächlich noch viel Nachholbedarf haben, wenn es um ihre Gesundheitsvorsorge geht.

Ein typisches Beispiel zum Thema Gesundheitsvorsorge und Männer ist die Gesundheitsvorsorge beim für Männer besonders wichtigen Problem Herzinfarkt. Die Forsa-Umfrage ergab hier, dass nur jeder dritte Mann die Möglichkeit zu einem Check-Up nutzt. Männer sind also eher Vorsorge-Muffel und die Techniker-Krankenkasse findet das nicht gut, weil ihrer Meinung nach Vorsorge nicht nur der Gesundheit ihrer Mitglieder dient, sondern zugleich auch die Kosten des Gesundheitswesens senken könnte.

Generell stellt die Studie fest, dass Männer sehr zurückhaltend gegenüber einem Arztbesuch sind. Mit dem Arztbesuch haben Frauen geringere Probleme, während Männer eher erst dann zum Arzt gehen, wenn es wirklich unvermeidlich ist. Gründe für diese Zurückhaltung gegenüber einem Arztbesuch könnten auch sein, dass Männer das Gespräch über ihre gesundheitliche Lebensweise vermeiden wollen. Schließlich kann ja der Arzt Probleme wie Übergewicht, unregelmäßige Lebensweise und hohen Nikotin- oder Alkohol-Konsum ansprechen; Gespräche die Männer wohl eher vermeiden, solange nicht massive gesundheitliche Probleme die Folge sind. Und wenn sich dann das Männer-Gespräch mit dem Arzt nicht mehr vermeiden lässt, dann ist es schon sehr spät, um noch effektiv agieren zu können.

Als besondere Problemgruppe werden die Männer zwischen 40 und 60 Jahren eingeschätzt. Hier stehen die Männer unter besonderem beruflichem und familiärem Druck und gesundheitliche Probleme werden verdrängt, obwohl sich altersbedingt immer mehr Stoffwechselveränderungen zeigen. Gewichtszunahme wird häufig beobachtet, aber die Männer unternehmen wenig, solange keine direkten gesundheitlichen Probleme auftreten. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass auch Männer sich stärker doppelt belastet fühlen, wie über eine andere Studie der Techniker Krankenkasse bei pressemeldungen-online.de kürzlich berichtet wurde.

Gesundheit

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