Organspende wird skeptischer bewertet

Die vielen Medienberichte über Manipulationen bei Organspenden haben dazu geführt, dass Zurückhaltung gegenüber der Organspende wirksam geworden ist. Nur durch Aufklärung über den dringenden Bedarf, der für Organspenden vorliegt, kann der Skepsis gegenüber der Organspende begegnet werden.

Organspende wird skeptischer bewertet

Organspende wird skeptischer bewertet

In den vergangen Monaten gab es mehrere Skandale um Transplantationen, die offenbar die Bereitschaft für Organspende abgesenkt hat. Das ergibt zumindest eine Meinungsbefragung zur Organspende, die von der Techniker Krankenkasse bekannt gemacht wurde. Offenbar muss die Aufklärungsarbeit über Transplantationen ausgeweitet werden, damit wieder mehr Bürger die Bereitschaft zeigen, sich einen Organspende-Ausweis zuzulegen. Mehr Organspenden werden dringend in Deutschland benötigt, denn es warten viele Menschen mit schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen auf ein neues Organ. Mehr Informationen und eine bessere Aufklärung sind nötig, um die Zahl der Organspenden zu erhöhen, darüber sind sich die Befragten und die Experten im Gesundheitssystem einig. Politik, Krankenversicherungen, Ärzte und Krankenkassen müssen deutlich machen, dass es keine Bevorzugung bei Organspenden gibt: Ausschließlich medizinische Kriterien sollen angewandt werden, wenn über eine Organspende entschieden wird.

Nun möchten die Krankenkassen verstärkt auf ihre Mitglieder zugehen, um sie aktiv zum Ausfüllen eines Organspende-Ausweises zu motivieren. Den meisten Menschen ist klar, dass sie im Fall einer für sie notwendigen Transplantation nur zu gerne auf ein Spenderorgan zurückgreifen würden. Doch bei wenigsten ist die Bereitschaft da, im Hier und Jetzt die Konsequenz zu ziehen und aktiv die Bereitschaft zu einer Organspende zu erklären. Eine mögliche Lösung für mehr Organspenden schein man in Deutschland auszuschließen: Man könnte gesetzlich festlegen, dass jeder als Organspender zu gelten hat, solange er nicht ausdrücklich schriftlich widerspricht.

Bildnachweis: © Dan Race – Fotolia.com

Gesundheit

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