Phobien können therapiert werden

Viele Menschen haben starke Ängste, seien es Ängste vor dem Zahnarzt, vor dem Fliegen oder vor bestimmten Tieren wie Schlangen oder Spinnen. Sind diese Ängste  sehr stark und werden sie als gesundheitseinschränkende Haltungen erlebt, dann sprechen Ärzte und Psychologen von Phobien. Phobien werden dann als auch phobische gesundheitliche Störung eingeschätzt, wenn es sich um eine unbegründete und anhaltende Angst vor Situationen oder Objekten handelt. Durch den übermäßigen Drang, die angstauslösende Situation zu vermeiden, besteht eine starke Einschränkung der Handlungsmöglichkeiten. Wer Höhenangst als Phobie erlebt, vermeidet nicht nur Urlaub in den Bergen, sondern hat schon Angst vor einem Spaziergang in unbekanntem Umfeld, weil sich ja dort plötzlich Abgründe sich auftun könnten.

Für Phobien können sehr unterschiedliche Ursachen bestimmt werden, wie sie auf leben-mit-gesundheit.de beschrieben werden: Traumatische und stark belastende Erlebnisse, aber auch die ständige Überforderung in bestimmten Situationen können als so einschränkend erlebt werden, dass sie zu einer dauerhaften Veränderung des Verhaltens oder Erlebens führen.

Kürzlich äußerte sich der Phobien-Experte Thomas Lang zu den extremen Reaktionen, die mit Phobien im Zusammenhang stehen. Es beginne mit Herzrasen, Schwindel und Schwitzen und die Phobien führen schließlich dazu, dass Panikattacken und Fluchtverhalten die Folge sein könnten. Oft reiche nur ein Bild oder ein Wort, um die Phobie auszulösen. Der Betroffene von Phobien habe dann keine Handlungsmöglichkeit, um seine Reaktion zu unterdrücken.

Allerdings können Phobien therapiert werden und die Betroffenen können neue Handlungsmöglichkeiten gegen ihre phobischen Ängste erernen. Lang empfiehlt als Therapie eine systematische Vorgehensweise, bei der der Betroffene mehr und mehr mit den Phobien auslösenden Objekten oder der Phobien auslösenden Situation ausgesetzt wird.

Allerdings muss ein solches Vorgehen unter genauer therapeutischer Beobachtung und Begleitung praktiziert werden. Eine solche Therapie kann als Variante der kognitiven Verhaltenstherapie angesehen werden, wie sie auch bei Prüfungsangst sehr erfolgreich praktiziert wird. Um die Phobien zu überwinden, sollte man viele Situationen schaffen, bei denen der Patient seine Gedanken gegenüber der angstauslösenden Situation oder Objekt verändern kann. Dies geht am besten mit therapeutischer Unterstützung, bei der der Therapeut den Klienten auch anleitet, wie dieser seine Körperreaktionen beeinflussen kann. Phobien ist man nicht hilflos ausgeliefert, es gibt wirksame Therapien, um Phobien dauerhaft zu überwinden.

Gesundheit

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