Postnatale Depression auch bei Vätern möglich

Unter einer postnatalen Depression versteht man einen psychischen Spannungszustand, der nach einer Geburt auftritt und in den ersten Wochen noch anhält. Nun wird berichtet, dass von einer postnatalen Depression auch Väter betroffen sein können.

Postnatale Depression auch bei Vätern möglich

Postnatale Depression auch bei Vätern möglich

Früher waren Berichte über einen psychischen Spannungszustand nach einer Geburt recht häufig auf die Frauen bezogen, die das Kind zur Welt brachten. Affektive Belastungszustände bis hin zu einer depressiven Erkrankung wurden beobachtet. Neben leichter Traurigkeit kann es zu einer echten Depression kommen; in einzelnen Fällen wurde auch von schweren psychotischen Erkrankungen berichtet. Über die Gründe für eine postnatale Depression liegen nur wenig gesicherte Erkenntnisse vor. Das Risiko einer postnatalen Depression ist wohl höher, wenn es bereits im Vorfeld der Geburt zu depressiven Erkrankungen gekommen ist. Auch wenn die Mutter nur mit wenig Unterstützung nach der Geburt rechnen kann, scheint die Wahrscheinlichkeit einer Depression zuzunehmen.

Nun belegt eine australische Studie zur postnatalen Depression bei Vätern, dass zehn Prozent der Väter nach der Geburt ihres Kindes auch unter ausgeprägtem Stress leidet. Sie werden von Sorgen geplagt, weil sie die Schwierigkeiten nach der Geburt kaum noch zu bewältigen vermögen. Es treten also auch bei diesen Männern Phänomene einer Depression auf, wie man sie bereits von vielen Müttern kennt, die auch mit den Schwierigkeiten nach einer Geburt nicht gut klarkommen. Die australische Studie ist auf mehrere Stress-Phänomene nach einer Geburt ausgerichtet, die schließlich zu der Diagnose einer postnatalen Depression gebündelt werden. Sowohl bei Vätern wie bei Müttern wird davon ausgegangen, dass es etwa zehn Prozent sind, die so stark von der Depression belastet sind, dass sie ärztlichen oder psychologischen Beistand benötigen.

Bildnachweis: © drubig-photo – Fotolia.com

Gesundheit

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