Privatpatienten erleben Preisschock

Privatpatienten erleben immer häufiger einen Preisschock, wenn sie die Abrechnung ihrer privaten Krankenversicherung bekommen. Das haben Verbraucherschützer herausgefunden und im Interesse der Privatpatienten Reformen der privaten Krankenversicherung verlangt.

Privatpatienten erleben Preisschock
Privatpatienten erleben Preisschock

Nach Recherchen der Verbraucherzentralen erleben Privatpatienten gegenwärtig massive Beitragssteigerungen zur privaten Krankenversicherung und haben Schwierigkeiten in die kostengünstigere Tarife zu wechseln. Während einige Verbraucherschützer deshalb Reformen im Interesse der Privatpatienten fordern, halten andere das Prinzip der privaten Krankenversicherung für überholt.

Basis dieser Einschätzungen ist die hohe Anzahl der Beschwerden, die von Privatpatienten im Laufe der letzten Monate bei den Verbraucherzentralen aufgelaufen sind. Deutliche Beitragserhöhungen, die in vielen Fällen höher als 25 Prozent waren, wurden von den Privatpatienten beklagt. Außerdem gab es Beschwerden der Privatpatienten, dass es für sie schwierig war, in einen günstigeren Tarif zu wechseln. Die Verbraucherzentralen fordern hier unter anderen eine Neugestaltung der Wechselmöglichkeit für Privatpatienten, damit diese ohne Gesundheitsprüfung in einen neuen und günstigeren Tarif wechseln können. Der Tarifwechsel sollte für die Privatpatienten sollte zeitnah durchgeführt und ohne weitere Gebühren möglich werden.

Grundlegende Änderungen am System der privaten Krankenversicherung werden darüber hinaus gefordert. Die Politik sei gefordert, eine Vielzahl von Kostensenkungsmaßnahmen auch bei der privaten Krankenversicherung umzusetzen. Im Interesse der Privatpatienten sei es, wenn der Leistungserbringer (Arzt oder Krankenhaus) direkt gegenüber der Versicherung abrechnet. Dann brauche sich der Privatpatient nicht mir seiner Versicherung über die Höhe der Rechnung zu streiten. Leistungen, die für gesetzlich Krankenversicherte mit einer bestimmten Höhe festgelegt sind, sollten nicht bei Privatpatienten mit einem höheren Honorar abgerechnet werden können.

Die Forderungen nach einer Reform im Interesse der Privatpatienten sind sehr weitgehend. Allerdings fällt auf, dass sich mit der Umsetzung der gewünschten Reformen die Privat-Krankenversicherung sehr stark an die gesetzliche Krankenversicherung annähern würde. Deshalb kann es nicht verwundern, wenn andere die herkömmliche Trennung für ein überholtes Modell halten. Gleiche Leistungen und gleiche Abrechnungsprinzipien lassen den Unterschied zwischen Privatpatienten und Kassenpatienten als überholt erscheinen.

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