Rauchen: Früher aufhören verlängert das Leben

Eine neue Studie zum Thema Rauchen kommt aus dem Vereinigten Königreich. Forscher der Oxford-University haben herausgefunden, dass Frauen, die vor dem 40. Lebensjahr mit dem Rauchen aufhören, ungefähr zehn Jahre länger leben.

Rauchen: Früher aufhören verlängert das Leben

Rauchen: Früher aufhören verlängert das Leben

Bei der neuesten Raucher-Studie der Universität von Oxford wurde untersucht, ob sich das Leben von Frauen verlängert, wenn sie früher mit dem Rauchen aufhören. Dabei wird dann beim Raucherverhalten folgende Tendenz unterstellt: Man beginnt in der Jugend mit dem Rauchen, oft schon lange vor der 20. Lebensjahr. Dann wird man ein mehr oder weniger starker Raucher, der sich aber mit zunehmendem Alter bewusst wird, dass Rauchen schlecht für die Gesundheit ist. Irgendwann hört man dann mit dem Rauchen auf. Es gibt Aussagen, dass ehemalige Raucher nach zehn Jahren des Nicht-Rauchens denselben Gesundheitsstatus haben wie Leute gleichen Alters, die niemals vorher geraucht haben. Die neue Raucher-Studie kann dies teilweise bestätigen, legt aber Wert auf die Feststellung, dass man eine bessere Verlängerung des Lebensalters erreichen kann, wenn man früher mit dem Rauchen aufhört.

In die Raucher-Studie wurde eine beachtliche Anzahl von mehr als einer Million Frauen einbezogen. Diese mussten bereits in den 1990er-Jahren Fragebogen ausfüllen, bei denen neben ihrem sozialen Status auch ihr ehemaliges und gegenwärtiges Raucherverhalten abgefragt wurde. Es sind also viele Jahre vergangen und man kann inzwischen auf die Sterbestatistik zurückgreifen, um abzuschätzen, wie viele Jahre man länger lebt, wenn man früher mit dem Rauchen aufhört. Wenn eine Frau ungefähr Mitte der dreißiger Jahre mit dem Rauchen aufhört, dann ist ihre statistische Lebenserwartung ungefähr zehn Jahre länger. Hört sie eher mit dem 40. Lebensjahr auf, dann sind es noch etwa neun Jahre, um die sich die Lebenszeit verlängert.

Wer allerdings aus der Studie zum Thema Rauchen ableitet, dass man ruhig im Alter von 20 bis 40 Jahre Raucher sein kann, ohne das dies einen Effekt auf die Lebenserwartung hat, der begeht einen Fehler. Die Aussage, dass man nach zehn Jahren Nichtraucher-Status dieselben Gesundheitswerte und dieselbe Lebenserwartung hat, wie ein Nichtraucher, der immer schon Nichtraucher war, muss noch untersucht werden. Und es muss noch recherchiert werden, wie sich das Passivrauchen auf die Lebenserwartung auswirkt.

Bildnachweis: © Knut Wiarda – Fotolia.com

Gesundheit

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