Röntgen: Überflüssige Untersuchungen sollte vermieden werden

In Deutschland wird recht häufig eine Röntgen-Untersuchung genutzt, um zu prüfen, ob ein stärkeres gesundheitliches Problem vorliegt. Doch überflüssiges Röntgen sollte vermieden werden, denn mit dem Röntgen wird dem Körper eine Strahlenbelastung zugemutet.

Röntgen: Überflüssige Untersuchungen vermeiden
Röntgen: Überflüssige Untersuchungen vermeiden

Rein von der Statistik her, werden mehr als eine Röntgen-Untersuchungen pro Jahr bei jedem Deutschen durchgeführt. Das ist auch im internationalen Vergleich eine recht hohe Quote für das Röntgen. Computertomografie und Röntgen sind inzwischen Alltag in der medizinischen Praxis und auch in vielen Fällen hilfreich, um gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Doch doppelte Röntgen-Untersuchungen sollten vermieden werden. Bloß weil man eine zweite Meinung einholt, wäre eine erneute Röntgen-Untersuchung nicht hilfreich. Nützlich ist auch, wenn man als Patient einen genauen Überblick über die gemachten Röntgen-Aufnahmen behält. Dafür kann auch sehr gut ein Röntgenpass eingesetzt werden, den man von einem Facharzt ausgestellt bekommt, wenn man eine erste Röntgen-Untersuchung durchgeführt hat.

Auch ältere Röntgen-Aufnahmen können später noch interessant sein, deshalb sollte man sich als Patient darum bemühen, seine Röntgen-Bilder für sich zu verwahren. Denn so ist sichergestellt, dass man den Verlauf von Krankheiten auch objektiv dokumentieren kann, wenn bei der verantwortlichen Stelle für die ursprüngliche Röntgen-Aufnahme kein Exemplar mehr vorrätig ist.

Zwar ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer Röntgen-Untersuchung ein Tumor entstehe, sehr gering, denn bei modernen Röntgen-Geräten wird nur mit einer geringen Strahlendosis gearbeitet. Trotzdem sollten allzu viele und möglicherweise überflüssige Röntgen-Untersuchungen vermieden werden, wie Professor Brix vom Bundesamt für Strahlenschutz betont. In Deutschland können recht viele Ärzte Röntgen-Untersuchungen veranlassen. Da auch in Deutschland die Zahl der Selbsteinweisungen (Patienten gehen direkt zu einem Facharzt, wenn sie ein Problem haben) recht hoch ist, besteht hierzulande eher die Gefahr, dass zu viele Röntgen-Untersuchungen unkoordiniert durchgeführt werden. Kritisch wird daher auch der allzu häufige Einsatz von Computertomografie in der Vorsorge angesehen.

Bildnachweis: © Artur Gabrysiak – Fotolia.com

 

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