Streit um das Salz im Brot

Deutsches Brot hat das Image besonders viel Salz zu enthalten und in regelmäßigen Abständen kommen Studien auf den Markt, die vor hohem Salz-Konsum warnen. Allerdings ist es bisher noch nicht gelungen, einen gesundheitlichen Zusammenhang zwischen hohem Salz-Konsum und bestimmten Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems festzustellen. Obwohl es durchaus plausibel ist, dass viel Salz in der Nahrung nicht unbedingt der Gesundheit zuträglich ist. So raten viele Ärzte ihren Patienten mit Neigung zum Bluthochdruck rein vorsorglich zu salzarmer Kost. Für die wäre es dann von Vorteil, wenn sie beim Brot-Kauf, den Salz-Anteil klar aus dem Nährwertprofil beim Brot ablesen könnten.

Das Stichwort Nährwertprofil führt dann ganz schnell nach Brüssel, wo sich die EU-Bürokratie immer mal wieder vor die Aufgabe gestellt sieht, die Nahrungsproduktion und die Nahrungskennzeichnung europaweit zu reglementieren. Nun wurde das Salz im Brot auf die Agenda gesetzt. Verständlich ist der Protest der Bäcker, wenn Vorschriften aus Brüssel von ihnen verlangen, dass der Salzanteil an Brot und Backwaren auf einen bestimmten Level abzusenken ist. Das wäre dann das Aus für die Brot-Brezel aus Bayern. Die Lobbyarbeit der deutschen Brot-Bäcker war jetzt wohl erfolgreich: Normvorschriften für den Salz-Anteil im Brot wird es nicht geben. Allerdings auch keine Kennzeichnungspflicht für den Salz-Anteil im Brot.

Dieses Ergebnis ist aus Verbrauchersicht nicht überzeugend. Denn für viele Verbraucher ist es wichtig, dass sie über die Nährwertprofile wissen, welche Anteile von Salz in den jeweiligen Lebensmitteln enthalten sind. Und sei es nur, weil sie rein vorsorglich dem Rat ihres Arztes folgen und den hohen Salz-Anteil in ihrer Nahrung (auch beim Brot) reduzieren wollen.

Gesundheit

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