Winterdepression sollte genau untersucht werden

Der Winter ist eine Jahreszeit, die viele Menschen trüber stimmt. Entweder man freut sich auf das Weihnachtsfest oder man hat Angst vor der Einsamkeit, wenn das Fest und der Jahreswechsel anstehen. Oft ist das Wetter schlecht und die Sonneneinstrahlung nimmt ab. Bei vielen Menschen führt der Trübsinn zu Melancholie, sie sprechen auch von Winterdepression und verwenden damit im zweiten Wortteil einen Begriff, der eine schwerwiegende Krankheit bezeichnet: die Depression.

Nach Prof. Ulrich Hegerl ist die Winterdepression eine Unterform von Depression, die nur saisonal zu beobachten ist. Allerdings kann die Winterdepression den Blick auf eine zugrunde liegende Depression verstellen. Dabei treten spezifische Besonderheiten auf. Üblich bei einer Depression sind eine Veränderung des Verhaltens (z.B. beim Essverhalten) und eine Veränderung des Erlebens. Bei einer Winterdepression trete oft Handlungsrückhaltung und Traurigkeit auf, während der Appetit zunehme und eine zu hohe Nahrungszufuhr erfolgt.

Nicht nur Prof. Hegerl sieht einen Zusammenhang zwischen Lichteinfall und Winterdepression. In der Winterdepression ist also durchaus ein gutes Argument für die doppelte jährliche Zeitumstellung zu sehen. Im Winter ist die generelle Helligkeit deutlich vermindert und verkürzt. Man hält sich weniger im Freien auf und schirmt auch die Haut durch dicke Kleidung ab. Wenig bewusst ist den Betroffenen einer Winterdepression, dass künstliches Licht nur einen winzigen Bruchteil der Intensität der Sonneneinstrahlung erreicht, selbst wenn der Himmel stark bedeckt ist. Deshalb ist es kein Fehler, wenn man trotz schlechten Wetters täglich eine halbe Stunde sich in frischer Luft bewegt, z.B. beim Fahrradfahren.

Eine Winterdepression sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn dahinter kann sich eine massivere Depression verstecken. Ansprechpartner ist zunächst der Hausarzt, der einschätzen kann, ob einfache Methoden der Therapie ausreichend sind oder ob man besser beim Facharzt ein klärendes Gespräch führen sollte.

Gesundheit

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