Antennenfernsehen im Abseits

Wer in Deutschland Fernsehen will, der kann auf vier grundlegende Systeme zurückgreifen: Antenne über DVB-T, Kabel, Satellit und Internet. Wie jetzt die Verbraucher-Fernsehsendung Wiso zum Fernsehempfang deutlich gemacht hat, befindet sich das Antennenfernsehen deutlich im Rückgang. Nur 5 % der Haushalte nutzen die kostenlose digitale Fernsehtechnik, obwohl diese flexibel und schnell zum Einsatz gebracht werden kann.

Die Gründe für diese Zurückhaltung der Verbraucher beim DVB-T Fernsehempfang sind unterschiedlich. Einige haben sicherlich mit Empfangsproblemen zu kämpfen, wenn sie häufiger den Fernsehkanal wechseln. Denn bei manchen DVB-T Empfängern ist die Leistung unterschiedlich für die einzelnen Fernsehkanäle. Oft liegt dies aber an der Fernsehantenne bzw. deren Ausrichtung.

Viele Verbraucher bleiben aber auch ganz traditionell bei der bestehenden Technik. Jeweils deutlich über 40 % Marktanteil haben die Fernsehempfangsmöglichkeiten Kabel und Satellit. Das verwundert etwas, denn bei den Satelliten-Empfangsmöglichkeiten für Fernsehen sind monatliche Gebühren fällig. Kostengünstig ist das nur, wenn man große Mehrfamilienhäuser anschließt. Allerdings meldete techfieber.de schon vor längerem, dass die Zahl der Haushalte mit Kabelfernsehen kontinuierlich zurückgeht.

Weitere Gründe, die für Fernsehempfang mittels Satellit und Kabel sprechen, sind das deutlich größere Angebot an Fernsehkanälen. Auch das gegenwärtig sehr beliebte HD-Fernsehen (Fernsehen mit hochauflösenden Bildern) kann nur über Satellit oder Kabel empfangen werden. Für den Satelliten-Empfang spricht dabei, dass sich anfängliche hohe Kosten für Satelliten-Schüssel und hausinterne Verkabelung schnell bezahlt machen, wenn man bedenkt, dass man dann keine monatlichen Kosten (außer GEZ-Gebühr) für den Fernsehempfang zu zahlen hat.

Auf einige Verbraucher kommt spätestens im nächsten Jahr eine Umstellung beim Satellitenempfang zu: Das analoge Fernsehsignal wird dauerhaft abgestellt. Man kann dann nur noch digitale Signale über Satellitenfernsehen nutzen. Ältere Anlagen müssen erneuert werden und es ist ein neuer Receiver fällig. Aber auch diese Veränderungen werden kaum dafür sorgen, dass das Antennenfernsehen aus dem Abseits herauskommt.

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